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Werner Tegethof

 


 









Der Maler Werner Tegethof wurde am 1. Oktober 1919 in Bremerhaven geboren. Seine Schulzeit schloss er 1938 mit dem Abitur ab. In der Zeit von 1939 bis 1945 wurde er Kriegsdienst verpflichtet und kam als Marinesoldat in amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft lernte Tegethof fünf Monate bei dem Grafiker Henry Garde in Bremen.  Ab 1946 studierte er Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte in Göttingen und von 1947 bis 1949 an der Landeskunstschule in Hamburg . Seine Lehrer waren Willem Grimm, Karl Kaschak und Erich Hartmann, bei dem er die Meisterklasse besuchte und dessen Meisterschüler er wurde.

1949 musste er aus finanziellen Gründen das Kunststudium aufgeben. Er nahm deshalb zunächst eine Anstellung als Zeichenlehrer an der Amerikanischen Schule in Bremerhaven an und wechselte 1951 nach Wiesbaden, wo er 1952 heiratete.

Im Jahre 1953 nahm er sein Studium an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste im Hamburg wieder auf  und widmete sich neben der Malerei auch der Kunst der Keramiken des Silberschmiedens. Er schloss das Studium 1954 ab. Ein Jahr später zog er nach Oldenburg. 1955 legte er das Examen als Kunsterzieher ab und war anschließend an verschiedenen Gymnasien als Kunsterzieher tätig, unter anderem an der Cäcilienschule in Oldenburg. Seit 1970 war er Fachberater für Bildende Kunst. Werner Tegethof war Mitglied im Bund Bildender Künstler Oldenburg und trat dort 1955  der „junge Gruppe“ bei.

Er wurde später Ehrenmitglied des bbk.

Im November 1955 nahm Tegethof an der Weihnachtausstellung des bbk  - Freie Gruppe - in den Räumen des Landesmuseums teil. Neben ihm stellten dort Heino Johannen, Emil Brose, Otto Blank, Hein Bredendiek, Eva Simmat, Karl Nagel, Bruno Westhäusler, Ernst von Glasgow, Hermann Schomerus, Charlotte Mayer-Schomerus, Heino Korte, Hermann Holst und Hans Schuster aus.

Im Januar 1956 fand in den Theatervorräumen des GroßenHauses des Staatstheaters eine Ausstellung des bbk statt, an der sich neben Werner Tegethof die Maler Emil Brose, Otto Blank, Eva Simmat, Heino Johannen,Alfred Bruns, Gerd Thelen, Henricus Becker-Riepe, Köhler und Hermann Schomerus beteiligten.

Im Oktober 1968 organisierte der bbk eine Ausstellung mit dem Titel:“ Kunst im Schaufenster der Haarenstraße“.

Neben Tegethoff zeigten dort folgende Künstler ihre Arbeiten:

Marga von Garrel, Wilhelm Gerstenberg, Georg Schmidt -Westerstede, Heino Johannen, Horst Schmidt, Hein Bredendiek, Rolf-Günther Klamm, Hinz Carl Wimmer, Hans Joachim Sach, Otto Blank, Veronika Caspar-Schröder, Anna Elisabeth These - Jürgens, Eva Simmat, Hans Berthold Giebel, Heinrich Schwarz, Gerhard Georg Krueger, Max Herrmann, Franz Francken, Heidelore Drews, Ernst von Glasow, Gerhard Thelen, Thea Koch-Giebel, Heinz Liers, Hertha Scholz, Gerhard Scholz, Dietrich Voigt, Hans Meyerholz und Astrid Geck.

Von 1967 bis 1976 engagierte sich Tegethof als Nachfolgervon Professor Reinhard Pfennig  im Vorstand des Oldenburger Kunstvereins.

Im Oktober 1976 beteiligte sich Tegethoff an der Ausstellungdes bbk und Ostfriesland im Hause Dahlmannstraße 18 in Bonn in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund.

Es beteiligten sich daran auch die Maler Hein Bredendiek,Veronika Caspar-Schröder, Brigitte von Chmara, Marga von Garrel, Peter Geite,Hans Berthold Giebel, Thea Koch-Giebel, Gerhard Gorg Krueger, Hans Joachim Sach, Heinrich Schwarz, Anna Maria Strackerjahn, Kurt Zeh und Heinz Carl Wimmer.

In der Zeit vom 5.11.-10.12.1978 beteiligte sich Tegethof am Huder Malwettbewerb in Hude in der dortigen Klostermühle.

Neben ihm beteiligten sich Otto Blank, Käthe Knutz und Heino Schöne an dem Wettbewerb.

In der Zit vom 4.10. - 1.11.1987 nahm er an der Landesausstellung des Bundes Bildender Künstler für Niedersachsen in Hannover - Herrenhausen mit zwei Temperaarbeiten teil.

Neben seiner Tätigkeit als Lehrer widmete sich Tegethof intensiv der Malerei,  musste allerdings 1990 seine Schaffenstätigkeit aufgrund eines Augenleidens einschränken.

Tegethof beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen in der Stadt Oldenburg, in Hannover und in Bremerhaven.

Werner Tegethof zählt zu den herausragenden Malern der Moderne in Oldenburg, neben Gerhard Georg Krueger, Adolf Niesmann und Reinhard Pfennig .

Der Maler starb am 16.2.2002 in Oldenburg

 

Quellennachweis:

 

Gerhard Wietek – 200 Jahre Mlerei im Oldenbuger Land, ISBN 3-9801191-0-6

Ausstellungsktalogedes BBK Oldenburg aus den Jahren 1955,1956,1976,1977,1968,1978

Aus Stiftung und Erbe – Malerei und Grafik für die Stiftung Oldenburgischer Kulturbesitz, herausgegeben von der Oldenburgischen Landschaft, Band 6,

ISBN 3-89598 – 784 -0

Oldenburger Hauskalender des Jahres 1963

Oldenburger  Hauskalender des Jahres 2003

Ausstellungskatalog der Landesausstellung des BBK für Niedersachsen vom 4.10.-1.11.1987.

 

Wilhelm Tegtmeier








Der Maler Wilhelm Tegtmeier wurde am 9.1.1895 in Barmen/Wuppertal geboren.Tegtmeier besuchte das Gymnasium in Leer und in Osnabrück und schloss die Schule 1913 mit dem erreichen des Abiturs ab. In demselben Jahr heuerte er auf einem Segelschiff  als Leichtmatrose und als Schiffsjunge an.

Im ersten Weltkrieg wurde Tegtmeier an der Ost - und Westfront eingesetzt. Ab 1918 studierte er an der Kunstgewerbeschule in Hamburg bei Julius  Wohles und Ewald Dülberg. Parallel dazu studierte er an der Universität Hamburg Altgriechisch. In dieser Zeit kam es durch Vermittlung Franz Radziwills 1895 – 1983) zu einer Freundschaft mit der Kunsthistorikerin Rosa Schapire und dem Kunsthistoriker Wilhelm Niemeyer. 1921 nahm dieser Holzschnitte Tegtmeiers in der „ Kündigung“  auf, in der auch Schmidt - Rottluff und Radziwill vertreten waren.

1919 lernte Tegtmeier Heinrich Vogeler und Tetjus Tügel kennen. 1923 wurde der Maler Kunsterzieher am Kaiser - Wilhelm -Gymnasium in Hannover.

Noch in demselben Jahr heiratete er die Oldenburger Landwirtstochter Gertrud Hümme.

Im darauffolgenden Jahr gab Tegtmeier die Lehrerstelle auf und arbeitete nur noch als freischaffender Künstler.

1931 fand eine Ausstellung der „ Vereinigung für Junge Kunst", die im Augusteum gezeigt wurde, statt. Titel der Ausstellung war: „ Die billige Wohnung“.

Bei der Auswahl des Wandschmuckes war Tegtmeier mit seinen Arbeiten neben denen von Jan Oeltjen, Elsa Oeltjen - Kasimir, Franz Radziwill, Emma Ritter, Fritz Stuckenberg und Adolf Niesmann vertreten.

Tegtmeier wurde 1936 an die Norddeutsche Kunstakademie in Bremen berufen.

1942 erhielt er den Professorentitel. 1943 wechselte er an die Hochschule für Kunsterziehung in Bremen. 1950 erwarb er das  "Schäferhaus“ in Nethen und widmete sich wieder intensiv der Malerei, der Zeichnung und vor allem der Grafik. In den folgenden Jahren erhielt er zahlreiche Aufträge für Gestaltungen in Mosaik oder Sgaffititotechnik.

1956 erwarb der Maler das Kapitänspatent. Viele der meist großformatigen Hiolzschnitte mit maritimer Thematik stammen aus dieser Zeit. Tegtmeiers expressionistisch bestimmtes Werk stammt aus der Zeit nach 1915.

In der Tafelmalerei ist neben der expressiven Herkunft, die ihn mit Franz Radziwill verbindet, eine Hinwendung zu einer altmeisterlichen Darstellungsweise deutlich. Die phantastisch - magische Ausdeutung der Wirklichkeit ist beiden gemeinsam. Neben Franz Radziwill ist Tegtmeier der wohl bedeutendste Maler des Realismus im Oldenburger Land. Wilhelm Tegtmeier verstarb am 6. November 1968 in Nethen.

 Quellenangaben

Gerhard Wietek - 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land, S. 274

Oldenburger Hauskalender von 1970, S. 3

Taschenbuchausgabe mit dem Titel “Wilhem Tegtmeier, Maler und Grafiker Schäfermoorhaus 1972“, herausgegeben von Gertrud Tegtmeier, Nethen, Oldenburg, 1972


Johann Temme

 

Johann Temme, genannt Jan Temme, wurde am 17.5.1923 in Veldhausen in der Grafschaft Bentheim geboren. Er wuchs in Nordhorn als Sohn eines Malermeisters auf und machte nach der Volksschule in dem Betrieb seines Vaters eine Ausbildung zum Maler. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er zum Arbeitsdienst herangezogen, danach als  Soldat an der Kriegsfront eingesetzt, wo er in Kriegsgefangenschaft geriet.

Nach Ende des Krieges und seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war er in Nordhorn als freischaffender Maler und Bühnenbildner tätig. 1949 legte er die Meisterprüfung für das Malerhandwerk ab. Es schloss sich ein viermonatiges Studium einer Privatschule für Malerei in München a, Anschließend studierte er von 1950 bis 1953 Malerei an der Hochschule für bildende Künste in München. Unter Anleitung von Josef Oberberger. Nebenbei befasste er sich mit Mosaik – und Glasmalerei. Von 1953 bis 1956 unterhielt er in Nordhorn ein Atelier für angewandte Kunst und erhielt von Behörden Aufträge für die Schaffung von Mosaiken, Fertigung von Glasfenstern und Sgraffiti an öffentlichen Bauten. 1956 erreichte er im zweiten Bildungsweg das Abitur und nahm dann an der Pädagogischen Hochschule für Gewerbelehrer in Wilhelmshaven en Berufsschulstudium mit Schwerpunkt Malerhandwerk auf. 1959 wurde er nach bestandener Prüfung als Gewerbelehrer zunächst in Wittmund, dann in Leer tätig. 1970 wechselte er in Leer auf das Teletta -  Groß – Gymnasium. Dort war er bis 1982 als Kunsterzieher tätig. 1986 zog er von Leer nach Hannover, wo er am 15.8. 2005 starb.

Jan Timme war Mitglied im BBK Ostfriesland. Von 1973 bis 1981 war er deren Vorsitzender. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen des BBK teil, insbesondere den Jahresausstellungen des BBK Niedersachsen in Hannover sowie im „Haus der Kunst“ in München. Ab 1988 konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kreativ arbeiten. Temme schuf Arbeiten in Ö l- , Acryl – und Aquarelltechnik. Es entstanden außerdem Zeichnungen, Siebdrucke und Enkaustik. Es entstanden kubistische Arbeiten ebenso wie fotorealistische surreale Darstellungen.

Arbeiten von ihm befinden sich im ostfriesischen Landesmuseum Emden, dem Kunsthaus Leer sowie in der Ostfriesischen Graphothek.

Quelle:

Walter Baumfalk, Bildende Kunst in Ostfriesland im 20. und 1. Jahrhundert, S. 438/439, herausgegeben von der Ostfriesischen Landschaft, ISBN 978-3-940601-33-9.

 

                  

Willy ter Hell

 

Wilhelm ter Hell wurde  am 2. Dezember 1883 als siebtes Kind von insgesamt 9 Kindern des Auktionators Jann ter Hell und dessen Ehefrau Aleida Harmina geb. Meyer in Norden geboren.

 

Nach dem Besuch des Ulrichsgymnasiums in Norden wollte sich der begabt Willy der Malerei widmen. Die schwierige finanzielle Situation seiner Eltern ließ ein Kunststudium jedoch nicht zu. Aus diesem Grunde zog es ihn nach Berlin, wo er 1901 in eine Theatermalerlehre begann. Drei Jahre später begann er ein Studium an der Kunstakademie in Berlin unter Professor Harder.

Als der Vater erkrankte und die finanziellen Mittel für eine Unterstützung fehlten, stellte Professor Harder ihn als bezahlten Gehilfen ein, sodass er bei ihm seine Arbeit fortsetzen konnte.

Neben dieser Tätigkeit besuchte ter Hell Abendkurse des Kunstgewerbemuseums.

 

1906 reichte er Arbeiten für die Große Berliner Kunstausstellung ein, welche anschließend angenommen und ausgestellt wurden.

Er verließ noch im selben Jahr Berlin  und reiste nach Dresden, wo er ein Studium bei Eugen Bracht begann, der ihn anschließend als Meisterschüler weiter unterrichtete.

1909 wurde Willy ter Hell mit der „Große Silberne Medaille“ einer Schülerausstellung der Akademie bedacht.

1910 zog er von Dresden wieder nach Berlin. 1912 heiratete er Margarete Starck, Während des ersten Weltkrieges wurde er von 1915 bis 1918 als Soldat in Flandern und Russland eingesetzt..Aus der  Ehe mit Margarete Starck ging 1920 eine Tochter hervor. Bis 1943 lebte ter Hell in Berlin, dann wurde seine Wohnung, in der sich auch sein Atelier befand, während des 2. Weltkrieges ausgebombt.

Er verzog anschließend nach Turek in den Warthegau. 1945 verzog er nach Hofgeismar(Nordhessen), wo er schließlich am 1.7.1947 starb.

Willy ter Hells Arbeiten  wurden mehrfach ausgezeichnet, mehrere Museen erwarben seine Arbeiten. Während der Zeit des Nationalsozialismus  trat ter Hell der NSDAP bei. Er war ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Aufbau der Reichskulturkammer und stellte seine Arbeiten  auf verschiedenen, von der NSDAP organisierten Ausstellungen aus. Während des Dritten Reiches galt er als einer der besten deutschen Landschaftsmaler. Ministerien und die Reichskanzlei erwarben unter anderem  seine Bilder.

Am 26.Juni 1943 erhielt er den Professorentitel ehrenhalber.

 

Quellen:

Biografisches Lexikon - Ostfriesische Landschaft, ein Beitrag von Ursula Basse-Soltau

Friedrich Terveen  

Friedrich Terveen wurde am 3.12.1923 in Wilhelmshaven geboren. Er wuchs in Bremen Oldenburg auf, wo er 1942 am Alten Gymnasium das Abitur machte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er als Soldat bei Marine Artillerie eingesetzt. Nach dem Ende des Krieges studierte er in den Jahren 1946/1947 Kunstgeschichte, Germanistik und Niederländisch an der Universität Göttingen. 1952 schloss er das Studium ab und promovierte zum Dr. phil. 1953 übernahm er in Göttingen eine Tätigkeit zum Archivar am Institut für den wissenschaftlichen Film. 1960 wechselte er nach Berlin an die Landesstelle für politische Bildung. Dort verfasste er mehrer Publikationen zu filmhistorischen Themen.

In seiner Freizeit befasste sich Friedrich Terveen mit Malerei. Anregungen und Anleitungen  hatte er von seinem Onkel Gerhard Terveen erhalten. Zeitweise nahm er auch Zeichenunterricht bei Fritz Cobet in Fischerhude.

Terveen arbeitete in Öl – und Aquarelltechnik, ebenso zeichnete er. Er schuf ostfriesische Landschaften, insbesondere Ansichten von Greetsiel,  und Stillleben. Als er in den Ruhestand ging, beteiligte er sich an Ausstellungen, unter anderem 1982 in Greetsiel. 

 

Quelle:

Walter Baumfalk, Bildende Kunst in Ostfriesland im 20. und 1. Jahrhundert, S. 440, herausgegeben von der Ostfriesischen Landschaft, ISBN 978-3-940601-33-9.


 Gerhard Terveen

 

 

 

 

    











Der Zeichenlehrer und Kunstmaler  Gerhard Wilhelm Terveen ( auch ter Veen) wurde am 6. April 1898 in Rüstringen/Wilhelmshaven als Sohn eines Bürohilfsarbeiters, der beim Lotsenkommando angestellt war, geboren. Nach der Schulzeit erlernte er zunächst ein Handwerk. Nach der Gehilfenprüfung wurde er am 3. Januar 1917 zum Kriegsdienst verpflichtet und nahm unter anderem an  Stellungskämpfen im Oberelsass teil. Nach Kriegsende wurde er im März 1919 aus dem Militärdienst entlassen.

Seinem Berufswunsch Zeichenlehrer zu werden kam er näher, als er sich nach seiner Entlassung  mit einigen Arbeiten an der Kunstgewerbeschule in Hamburg bewarb. Am 1.3.1920 wurde er dort angenommen. Ein Schwerpunkt des Mal- und Zeichenstudiums wurde dabei auf der Landschafts-, Porträt-, Akt-, und Stilllebenmalerei gelegt.

Die Zeichenlehrerprüfung schloss Terveen schließlich am 28.6.1922 mit der Note „ Gut“ ab.

Nach bestandener Prüfung zog es ihn wieder nach Oldenburg. Am 15. August 1922 erhielt er eine Anstellung an der Oberrealschule. Dieser sogenannte Vorbereitungsdienst endete am 30.9.1923. Während  seiner Tätigkeit an dieser Schule musste er drei Monate lang vertretungsweise den Zeichenunterricht für den Zeichenlehrer Otto Naber übernehmen, der längere Zeit erkrankt war. Offenbar leistete Gerhard Terveen dabei gute Arbeit.

Am 1.10.1923 wechselte Terveen an die Cäcilienschule und leitete dort ein Jahr lang den Zeichenunterricht. Gleichzeitig an der Lehrerinnen -Bildungsanstalt.

Nach seiner Heirat am 26.5.1928 brachte seine  Ehefrau Else am 10.7.1930 einen Sohn zur Welt.

Am 1.11.1930 wurde Terveen zum Oberzeichenlehrer ernannt und leitete in dieser Eigenschaft ab dem 1.10.1931 den Zeichenunterricht an der Oldenburger Hindenburgschule.

Am 1.9.1933  trat er dem Nationalsozialistischem Lehrerbund und am 1.7.1937 der NSDAP bei. Ob dieses aus politischer Überzeugung geschah oder weil er berufliche Nachteile bei einem Nichteintritt fürchtete, ist nicht bekannt.

Am 4.3.1936  wurde Terveen erneut Vater, als seine Ehefrau eine Tochter zur  Welt brachte.

Viele Jahre lang wohnte der Künstler mit seiner Familie in Oldenburg in der Strackerjahnstraße 10.

Gerhard Terveen war künstlerisch sehr umtriebig. Er arbeitete in seiner Freizeit neben seiner Lehrertätigkeit für das Oldenburgische Theater unter der Leitung des dort tätigen Bühnenbildners Bernhard Halboth und schuf oder beteiligte sich an Bühnenbildern für Theateraufführungen.

 

1937  fertigte er großformatige Bilder für die Aufführung von August Hinrichs „De Stedinge“ für die Stiftung „ Stedings Ehre“ in Bookholzberg.

 

Bereits 1933 war er in Oldenburg mit einigen Arbeiten  auf der Kunstausstellung „ Kunst im Gau Weser- Ems vertreten.

 

Gerhard Terveen hatte einen geschulten Blick für die Schönheiten der Landschaft. Er liebte stille verschlafene Winkel, aber auch die weite ostfriesische Landschaft und die Wesermarsch sowie das Ammerland mit ihren weitläufigen Wiesen und Feldern sowie unberührten Gegenden.

 

Während seiner Freizeit unternahm er auf seinem Motorrad weite Touren durch das Oldenburger Land bis hin zur Nordseeküste. Bei diesen Fahrten war er  mit Skizzenblock und Zeichenmaterial ausgerüstet und verbrachte auf seinen Fahrten viele Stunden damit, an geeigneten Orten Motive mit dem Zeichenstift auf Papier fest zu halten. Nach seiner Rückkehr übertrug er die Skizzen auf Hartfaserplatte oder Leinwand und hielt auf diese Weise eindrucksvoll die Schönheiten dieser einzigartigen Natur fest.

 

Am 6.12.1943 erkrankte der Künstler plötzlich schwer und musste sich in einem Krankenhaus einer Darmoperation unterziehen. Von den Folgen dieses Eingriffes erholte er sich nicht mehr. Er starb 45jährig am 16. Dezember 1943 in Oldenburg.

 

Im Verlaufe seines kurzen Lebens schuf der Maler viele Ölgemälde und Aquarelle, die er häufig mit dem Namen ter Veen versah.

 

Die damalige Stadt Rüstringen, heute Wilhelmshaven, erwarb seinerzeit von ihm Aquarelle und ein Ölgemälde mit dem Titel „ Kornhocken“.

Mit ihm starb viel zu früh ein herausragender Landschaftsmaler, der mittlerweile in Vergessenheit geraten und darum nur wenigen Kunstinteressierten bekannt ist.

       

 Quellennachweis:

 Hoftheater, Landestheater, Staatstheater in Oldenburg, herausgegeben von Heinrich  Schmidt

Heimatmalerei-Das Beispiel Oldenburg- von José Kastler

Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land

Oldenburger Hauskalender von 1933, S. 41

Einwohnerbuch der Stadt Oldenburg von 1929

Oldenburger Hauskalender von 1946, S. 56

Niedersächsisches Landesarchiv, Signatur 69, Personalakte über Gerhard Terveen der Oberreal - und Vorschule Oldenburg

 

 

 

Anna – Elisabeth Theede – Jürgens


Anna – Elisabeth Theede – Jürgens wurde am 27.8.1908 in Varel geboren. Nach der Schulzeit besuchte sie die Malschule in Bad Reichenhall, Lodz und Salzburg, dann die Akademie in Stuttgart unter Anleitung von Professor Sohm. Sie nahm außerdem an Lehrveranstaltungen Professor Baumeisters teil. 1955 trat sie dem Bund Bildender Künstler Landesgruppe Oldenburg, bei.

Sie wohnte während dieser Zeit in der Kleiststraße 2.

Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit war die Aquarell – und Ölmalerei, ebenso Zeichnungen, unter anderem in Kreide.

Im März 1959 stellte sie im Treppenhaus der „ Brücke der Nationen“ Aquarelle, Pastelle und Zeichnungen aus.

Im November 1964 zeigte sie abermals Skizzen und Zeichnungen im Treppenhaus der „ Brücke der Nationen“ in Oldenburg.

In der Zeit vom 14.12.1969 – 14.1.1970 nahm sie an der Ausstellung des BBK – Oldenburg – Freie Gruppe des Oldenburger Kunstvereins im Kleinen Augusteum mit drei Kreidezeichnungen ( Liegendes Jungtier, Kühe im Nebel, Pferdekopf), teil.

Im Februar 1972 beteiligte sie sich an einer Gruppenausstellung des BBK in der Ausstellung „ Kunst im Schaufenster“ in der Oldenburger Haarenstraße.

In der Zeit vom 12. 12. 1975 bis 11.1.1976 nahm sie im Oldenburger Stadtmuseum an der BBK – Ausstellung „ Dokumentation zum 30jährigen Jubiläum der Landesgruppe“ mit dem Aquarell „ Rosenvase“ teil.

Im Dezember 1978 zeigte sie mit vielen anderen Künstlern des BBK Werke im Oldenburger Stadtmuseum

Vom 3.12.1978 – 7.1.1979 nahm sie an der 1. Grosse Oldenburger Kunstausstellung im Oldenburger Stadtmuseum mit dem Aquarell „ Obststillleben und der Kreidezeichnung „ Kuhkopf“ teil.

In der Zeit vom 16.5.1982 – 6.6.1982 nahm sie mit der Kohlezeichnung „ Schwarzes Pferd im Stall“ im Oldenburger Stadtmuseum an der Gemeinschaftsausstellung des BBK anlässlich ihres 35jährigen Jubiläums teil.

Sie stellte außerdem in Wiesbaden und in München, Haus der Kunst, ihre Werke aus.

Anna – Elisabeth Theede – Jürgens starb am 13.9.1995 und wurde auf dem Friedhof in Jever  in einer Urnengrabstätte beigesetzt.

Quelle:

Ausstellungskatalog des BBK zum 30jährigen Jubiläum der Landesgruppe 1975/1976.

Ausstellungskatalog über die 1. Grosse Oldenburger Kunstausstellung 1978/1979.

Ausstellungskatalog des BBK aus dem Jahr 1982.

NWZ Artikel vom 26.3.1959 – Zwei Oldenburger Künstlerinnen -.

NWZ – Artikel vom 13.11.1964 – Skizzen von A.E. Theede-Jürgens.

NWZ – Artikel vom 22.2.1972 – Kunst im Schaufenster -.

NWZ – Artikel vom 18.12.1978 – Repräsentativ für die Kunstszene -.

 

 

Gerhard Thelen

 

 











 

Gerhard Thelen wurde am 9. Juni 1920 in Oldenburg geboren. Als Maler war er Autodidakt, beruflich war er zunächst als Mechaniker, dann in Oldenburg als Kartograph tätig. Ein längerer Aufenthalt in Frankreich war für seine künstlerische Entwicklung bestimmend. 1957 erhielt er vom Oldenburger Kunstverein ein Stipendium für eine Studienreise, die ihn nach Dänemark führte. Die nordische Landschaft war es, die in starker Farbigkeit abgewandelt, Themen seiner Arbeiten waren. Auf grafischem Gebiet waren figürliche Kompositionen Hauptthemen seiner Studien. Neben seinem grafisch - malerischem Werk entstanden in seinem Atelier in Bloherfelde Keramiken und Marmormosaiken.

Theken gehörte der Freien Gruppe des BBK an und nahm an mehreren Ausstellungen teil.

Folgende Ausstellungen sind dokumentiert:

Juryfreie Ausstellung  des BBK für Nordwestdeutschland in Hannover am 30.5.1956.

BBK – Ausstellung in den Theatervorräumen im Großen Haus und im Schloss Oldenburg am 4.1.1956.

BBK-Ausstellung– Freie Gruppe – in den Räumen des Oldenburger Kunstvereins am 25.5.1966

BBK-Ausstellung „ Kunst im Schaufenster der Haarenstraße“ am 16.10.1968.

Vom 12. März bis 7. April 1989 stellte Thelen eigene Werke im Rathaus der Gemeinde Hatten

Ab dem 24.Mai 1970 widmete ihm das Stadtmuseum Oldenburg in der Neuen Galerie einen Monat lang eine umfangreiche Ausstellung mit  13 Ölgemälden und 147 Grafiken.

Im Juni 1977 zeigte das NWZ – Pressehaus in Oldenburg, Peterstraße, Gemälde und Grafiken des Künstlers.

Im Juli 1978 zeigte Gerhard Thelen am Theaterwall im „ Liberalen Club“ neue Arbeiten.

1972 stellte er in einer Gruppenausstellung des BBK eigene Arbeiten im Rathausturm des Kunstverein Nordenham aus.

Eine Retrospektive anlässlich seines 60sten Geburtstages fand im Juli 1980 im Oldenburger Stadtmuseum statt. Die Ausstellung lief bis zum 27.7.1980.

In der Schalterhalle der OLB in der Gottorpstraße zeigte Thelen im Juni 1983 bis Mai 1984 Arbeiten von ihm.

Im Dezember 1984 nahm er an einer Gruppenausstellung des BBK in den Räumen der BBK – Galerie, Oldenburg, Gartenstraße, teil.

Im Januar 1986 zeigte die Schalterhalle der OLB in der Gottorpstraße erneut Arbeiten des Künstlers.

Bis zum 14. Juni 1987 zeigten 19 Mitglieder des BBK, unter ihnen Gerhard Thelen, Arbeiten in der Kapelle der Oldenburger Lambertikirche.

Im März 1989 stellte Thelen erneut Arbeiten in der Schalterhalle des NWZ Pressehauses aus.

Ab Januar 1992 beteiligte er sich mit eigenen Arbeiten an der Wanderausstellung „ Landschaft und Abstraktion“, die sich über mehrere Monate erstreckte und in verschiedenen Orten gezeigt wurde.

Gerhard Thelen starb am 6. Februar 1997 in Oldenburg.

Nach seinem Tode zeigte das Stadtmuseum Oldenburg von April bis zum 24. Mai 1998 in der Ausstellung „Oldenburg in alten Bildern und Ansichten“ Arbeiten des Künstlers.

Die Galerie O in der Bloherfelder Straße 141 in Oldenburg zeigte im November 1998 Werke des verstorbenen Künstlers.

Die Galerie Wemken in Ekern/ Bad Zwischenahn zeigte vom 15.4. – 7.5.2011 Arbeiten von Gerhard Thelen, Karl Holstein und Heidedore Drews.

Quellenangaben:

Oldenburgischer Hauskalender von 1963.

Diverse Ausstellungskataloge des BBK aus den Jahren 1956,1966,1968,1972

„Aus Stiftung und Erbe- Veröffentlichungen der Oldenburgischen Landschaft Band 6.

Ausstellungskatalog Kultureller Aufbruch der jungen Stadt Nordenham., S. 61.

NWZ – Artikel vom 21.5.1970 – Kartograph und Künstler: G. Thelen NWZ – Artikel vom 24.6.1988 – Ausstellungen -.

NWZ – Artikel vom 26.7.1978 – Strengere Gestaltungen -.

NWZ – Artikel vom 3.7.1980 – Zwischen Komposition und Realität -.

NWZ – Artikel vom 7.6.1983 – Arbeiten von G. Thelen -.

NWZ – Artikel vom 19.12.1984 – Zeugnis für Stil und Entwicklung -.

NWZ – Artikel vom 25.1.1986 – Grafiken von G. Thelen -.

NWZ – Artikel vom 20.5.1987 – Überraschende und modernen Variationen biblischer Themen -.

NWZ – Artikel vom 2.3.1989 – Figürliches -.

NWZ – Artikel vom 28.1.1992 – Ein völlig unterschiedliches Bild von der Mutter Natur -.

NWZ – Artikel vom 28.4.1998 – Ausstellungen -.

NWZ – Artikel vom 6.11.1998 – Thelen – Ausstellung -.

NWZ – Artikel vom 15.4.2011 – Große Frühjahrsausstellung -.

NWZ – Artikel vom 10.3.1989 –Hamburger Pianist spielt im Hatter Rathaus -.

 

Karola Timmermann

 

Karola Timmerrmann wurde am 5.7.1920 in Bremen geboren und wuchs dort auf. Nach dem Besuch eines Gymnasiums studierte sie sechs Semester Grafik und Gebrauchsgrafik an der Nordischen Kunsthochschule Bremen unter Anleitung der Professoren Anton, Scharfschwerth und Wilhelm Tegtmeier. Außerdem ließ sie sich in der Goldschmiedeklasse von Professor Berger unterrichten und legte die  Gesellenprüfung ab.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie als Konstruktionszeichnerin in der Flugzeugindustrie dienstverpflichtet. Im Oktober 1944 verzog sie nach Heirat nach Wittmund und betätigte sich dort zeitweise als freischaffende Werbegrafikerin für Zeitungen und Verlage. Sie studierte dann weitere drei Semester an der Ingenieurschule Wilhelmshaven und arbeitete danach als technische Konstrukteurin im Patentwesen.

Seit Mitte der 1970er Jahre war sie als freischaffende Künstlerin tätig. 1977 war sie Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende des Ostfriesischen Kunstkreises. Sie starb am 4.12.2013 in Wittmund. Als Künstlerin beschäftigte sich Karola Timmermann mit Öl,- Aquarell- und Pastellmalerei, Zeichnungen und Radierungen. Arbeitsthemen waren neben Blumen –und Tiermotiven Häfen und Küstenansichten. Arbeiten von ihr befinden sich u.a. in der Auricher Sammlung.

Quelle:

Walter Baumfalk, Bildende Kunst in Ostfriesland im 20. und 21. Jahrhundert, S. 442/443, herausgegeben von der Ostfriesischen Landschaft, ISBN 978-3-940601-33-9.

 

     

 

 Wilhelm Tischbein

 

 

 

 Johann Heinrich Wilhelm Tischbein wurde am 15. Februar 1751 in Haina geboren. Er war der Sohn des Klostertischlers Johann Conrad Tischbein. Er ließ sich ab 1766 in Hamburg von seinem Onkel Johann Jacob Tischbein unterrichten. Im Zeitraum von 1771 bis 1773 unternahm er eine Studienreise in die Niederlande und hielt sich in Bremen, Kassel und Hannover auf. Er arbeitete anschließend erfolgreich von 1777 bis 1779 als Porträtmaler in Berlin. In der Zeit von 1779 bis 1781 folgte ein erster Italienaufenthalt. 1782 schloss er sich in Zürich dem Kreis um Lavater und Bodmer an, dann 1783 wieder Italienaufenthalt.1786 lernte er Goethe auf dessen italienischer Reise kennen, der in seine Wohnung am Corso einzog. 1787 führte ihn eine Reise nach Neapel, wo er 1789 zum Akademie-Direktor berufen wurde.1799 flüchtete er vor den französischen Revolutionstruppen über Kassel, Göttingen und Hannover nach Hamburg, wo er sich 1801 nieder ließ. 1804 verkaufte er seine in Italien gerettete Gemäldesammlung an Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg. 1808 wurde er zum Hofmaler und Galerieinspektor ernannt. Er siedelte in die oldenburgische Nebenresidenz Eutin über. Bis 1829 wirkte er in Eutin am Hofe von Peter I., dem Prinzregenten von Oldenburg. Er malte er während seiner Eutiner Zeit des öfteren Angehörige des Oldenburger Hofes, vor allem den Herzog Peter Friedrich Ludwig und den Erbprinzen Paul Friedrich August. Im Landesmuseum zu Oldenburg finden sich im sogenannten Tischbein - Zimmer Ausmalungen des Künstlers.

Ein Briefwechsel Tischbeins wurde 1872 vom damaligen Oberkammerherr Friedrich von Alten unter dem Titel „ Aus Tischbeins Leben“ veröffentlicht.

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein starb am 26. Juni 1829 in Eutin..

 

Quellen: der Oldenburgische Hauskalender oder Hausfreund auf das Schaltjahr 1936, S. 44.

Wikipediaauszüge Johann Heinrich Wilhelm Tischbein.

Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land, S.275.

   


Helmut Tönsing

 

Helmut Tönsing wurde 1926 geboren. Er befasste sich intensiv mit Zeichnungen, ehe er in der Mitte des 1950er Jahre ein Studium an der Kunsthochschule in Düsseldorf absolvierte. Neben zahlreichen Ausstellungen in seiner Heimatregion Wilhelmshaven, unter anderem mehrere in der Kunsthalle Wilhelmshaven, zeigte er seine Arbeiten auf Ausstellungen in Düsseldorf, Hamburg, Köln und St. Gallen. Tönsing malte in Öl - und Aquarellfarben, fertigte Zeichnungen an und  widmete sich den Radierungen, wobei er einen Schwerpunkt auf die Aquatintaradierung legte. Er starb 1995.

Wer weitere Informationen über den Künstler, Fotos von ihm oder seiner Arbeiten besitzt, dem wäre ich dankbar, wenn er sie mir für die Erweiterung der Biografie zur Verfügung stellen würde.

Quellen:

Wilhelmshavener Zeitung vom 6.12.2012 – Werke verstorbener Künstler –ein Artikel von Alexander Langkals in Zusammenhang mit einer Dezemberausstellung (Eröffnung 6.12.2012)2012 der Sezession Nordwest. Die Ausstellung endete am 1.1.2013.


Hans Trimborn

 

Hans Trimborn wurde am 2. August 1891 als eines von zwei Kindern des Jean Trimborn und dessen Ehefrau Margarethe geborene Koeb, geboren. Als 1898 seine Mutter starb, übernahmen die Großeltern die weitere Erziehung der Kinder. 1913 machte Hans Trimborn das Abitur auf dem Staatlichen Beethoven-Gymnasium in Bonn.

Er war musikalisch begabt, was sich schon während seiner Schulzeit zeigte, als er in der Gaststätte seiner Großeltern die Gäste am Klavier unterhielt.

Von 1913 bis 1916 studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Medizin.

Während dieser Zeit betrieb er Naturstudien. Arbeiten, die in den Jahren 1915 bis 1918 entstanden, standen bereits unter dem Einfluss des Rheinischen Expressionismus. Beeinflusst wurde er dabei von Arbeiten Mackes, Klee und Christian Rohlfs.

Während des Ersten Weltkrieges wurde Trimborn zum Kriegsdienst verpflichtet. Er arbeitete als Feldunterarzt in verschiedenen Lazaretten im Rheinland. Er setzte nach Ende des Krieges das Medizinstudium in Heidelberg zwar fort, brach es dann 1919 aber endgültig ab.

Nach der Heirat mit der Pianistin Marta Trapp ließ er sich als freischaffender Maler und Musiker auf der Insel Norderney nieder.

Dort trat er gemeinsam mit seiner Frau im Rahmenprogramm des Badebetriebes als Pianist auf. Er arbeitete als Chorleiter und gab 1922 ein Konzert mit eigenen Kompositionen nach Texten von Meister Eckhart. Im Musikbereich brachte er sich in der Folge vielfältig ein.

Seit 1920 bestand ein freundschaftlicher Kontakt zu dem Bildhauer Bernhard Hoetger und anderen Worpsweder Künstlern.

Beeinflusst von diesen entstanden Wattlandschaften und Norderneyer Ansichten. Durch den Verkauf dieser Arbeiten hielt er sich finanziell über Wasser.

Die Geburt seines Sohnes Johannes im Jahr 1922 regten ihn zu den Bilderthemen „ Mutter und Kind“ an.

1924 gründeten Trimborn und Bernhard Hoettger das „Kaffee Worpswede“ auf Norderney.

Hans Trimborn war unzuverlässig, hielt häufig vereinbarte Termine nicht ein  und geriet immer wieder auch dadurch in finanzielle Notlagen.

1931 und 1932 besuchte er die Universitäten in Jena und Hamburg, brach jedoch das begonnende Medizinstudium wieder ab und kehrte nach Norderney zurück.

Bei Kiegsausbruch verließ er 1939 Norderney und zog ins Schloss Lütetsburg bei Norden. Er folgte damit einer Einladung der Fürstin Theda zu Inn- und Knyphausen. Auf Schloss Lütetsburg lernte er 1940 seine spätere zweite Frau, die wesentlich jüngere Organistin  Maria Immer kennen. Nachdem 1948 die Ehemit Marta Trapp geschieden wurde, heiratete er 1950 Maria Immer. 1952 wurde Sohn Jan geboren.

Der kleine Ort Arle bot ein neues Zuhause. Dort schuf Trimborn farbenfrohe Gemälde.

1960 verzog er nach Norden. Am 10. Mai 1963 ernannte ihn die Ostfriesische Landschaft zum „Ostfriesen ehrenhalber“.

Während dieses Zeitabschnittes malte Trimborn Stadtansichten und Landschaften, auch entstanden karikaturhafte Bildnissse.

Am 10. Oktober 1979 starb der Maler in Norden.

 

In der Zeit vom 7.5. – 6.6.1944 beteiligte sich Trimborn mit den Ölgemälden „ Marine“ und „Mädchen in gelber Jacke“ an der Kunstausstellung „ Gaukulturtage Weser – Ems 1944 im Oldenburger Augusteum.

Arbeiten von ihm befinden sich im Landesmuseum Oldenburg, im Ostfriesischen Landesmuseum in Emden, der Ostfriesischen Landschaft in Aurich, der Sparkasse Aurich – Norden und in der Kunsthalle in Emden..

Quellen: 

Ruth Irmgard Dalinghaus – Ein Beitrag für die Ostfriesische Landschaft über den Maler Hans Trimborn ( BLO II, Aurich 1997, S. 368-371

Hans Trimborn, 1891 -1979 – Maler und Musiker, herausgegebenvom Landesmuseum Oldenburg 1994, ISBN 3-930537-00-1.

Auszüge aus Wikipedia zu Hans Trimborn.

Ausstellungskatalog Kunstausstellung „ Gaukulturtage Weser – Ems 1944“, S. 26.