C-D 

Veronika Caspar-Schröder


 

 


 


 


 


 


 


 

Die Malerin Veronika Caspar wurde am 23.September 1907 in Berlin-Karlshorst als Tochter des Ingenieurs Werner Caspar und dessen Ehefrau Emmy, geborene Kissel, geboren.

 

Veronika wuchs mit ihren drei Geschwistern in Berlin auf, ging dort zur Schule und besuchte von 1927 – 1928 das Lyzeum.

 Anschließend begann sie auf der Kunstschule in Berlin eine künstlerische Ausbildung. Sie studierte an den „ Vereinigten Staatsschulen für freie Kunst“ in Berlin bei den Professoren Plontke, Spiegel und Fischer.

 Zu ihren Kommilitonen gehörte vom Herbst 1928 bis Herbst 1930 ihr späterer Ehemann Karl Schröder.

Während ihres Studiums reiste Veronika nach Paris, wo sich 1930 und 1931 auch Karl Schröder aufhielt .Zudem hielt sie sich einige Zeit in Südfrankreich auf, um sich dort weiter zu bilden.

Im Jahre 1932 heiratete die Malerin zunächst den Augenarzt Dr. Werner Stein.

Im Jahre 1933 erfolgte der Umzug nach Oldenburg, wo Dr. Stein als Oldenburger aufgrund der Rassengesetze des Nationalsozialismus (1935) die einmalige Chance erhielt, eine Praxis zu eröffnen.

 

In den Jahren von 1937 bis 1939 wandte sich die Malerin der künstlerischen Erfassung der norddeutschen Landschaft zu. Bei den kurze Ausflügen und Studienaufenthalten in Ostfriesland (Stickhausen - Felde) entstanden im wesentlichen Zeichnungen und Aquarelle.

 

Im Frühjahr des Jahres 1939 wurden in der letzen Ausstellung des Oldenburger Kunstvereins vor dem zweiten Weltkrieg Arbeiten von 23 Künstlern gezeigt, unter ihnen ist auch Veronika Stein – Caspar vertreten.

 

1945 wurde Karl Schröder aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. In diesem Jahr wurden Arbeiten der Malerin von einer Jury für die zweite große Ausstellung des Oldenburger Kunstvereins nach dem zweiten Weltkrieg im Winter 1945/46 unter dem Titel „ Lebende Kunst in Oldenburg und Ostfriesland“ ausgewählt.

 

Im Jahr 1946 beteiligt sie sich an der Gründung des Bundes Bildender Künstler in Oldenburg

Sie war auf der Winterausstellung 1946/47 des OldenburgerKunstvereins „ Moderne Kunst in Oldenburg“ vertreten.

 

Am 19. März 1947 wurde sie Gründungsmitglied des bbk Nordwestdeutschlands, Zweigstelle Oldenburg. Seit dieser Zeit nahm sie an allen Ausstellungen des bbk in Oldenburg und im benachbarten Ausland teil.

1950 erfolgte eine gemeinsame Ausstellung mit Karl Schröder im Kunstverein Oldenburg.

 

1951 nahm sie an einer Gemeinschaftsausstellung des Kunstvereins Hannover teil, die den Titel“ Blumen und Gärten in der Malerei“ trug, noch unter ihrem Namen Veronika Stein-Caspar teil.

 

Im Jahre 1954 trennte sie sich von ihrem Ehemann Dr. Werner Stein und heiratete den Maler Karl Schröder.

1955 erhielt sie ein Stipendium des Landes Niedersachsen, dass sie 1956 auf die französischen Insel Porquerolles führte. Im selben Jahr durfte sie Arbeiten im Stadtmuseum Oldenburg ausstellen.1958 vermittelte ihr Adolf Niesmann einen ersten Aufenthalt auf die Insel Ischia.

Es folgten von 1961 bis 1972 weitere Aufenthalte auf Ischia.

In der Zeit von 1973 bis 1980 verbrachte Veronika jährliche Studienaufenthalte auf der Insel Ponza.

1983 stellte sie Arbeiten im Stadtmuseum Oldenburg aus.

 

1987 richtete der bbk eine Jubiläumsausstellung zu ihrem 80.Geburtstag aus.

1988 richtete das Haus Coburg in Delmenhorst eine Ausstellung mit Werken von Veronika Caspar-Schröder aus.

Im Jahre 1992 stellte das Stadtmuseum Oldenburg erneut Werkevon ihr aus.

 

1997 gab sie ihre Werke und die ihres Mannes in die Obhut der Oldenburgischen Landschaft, die noch zu Lebzeiten der Künstlerin 1998 und1999 Ausstellungen daraus organisierte.

 

Am 12.1.2001 starb die Malerin in Oldenburg.


 

Quellenangaben:


 

Gerhard Wietek-200 Jahre Malerei im Oldenburger Land-,S.252,

Veronika Caspar-Schröder, Stadtmuseum Oldenburg, Band12,ISBN 3-89442-115-0

 

 

Gustav Claus

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 

Der Maler, Zeichner und Holzschneider Gustav Claus wurde am 2. September 1897 in Jaderkreuzmoor als Sohn des Auktionators Georg Claus und dessen Ehefrau Helene Wiebken geboren. Gustav Claus besuchte bis zum Abitur die damalige Oberrealschule in Oldenburg ( später Hindenburgschule, heute Herbartgymnasium). In der Schule fiel er durch sein zeichnerischesTalent auf. Im ersten Weltkrieg erkrankte er schwer und wurde deshalb aus demWehrdienst entlassen. Nach seiner Genesung reiste er nach Jena und begann dort ein Jurastudium. Nach zwei Semestern brach er das Studium ab und begab sich nach Hamburg. Dort begann er ein Kunststudium.

Das norddeutsche Klima und die Nachkriegszeit ließen seine Krankheit wieder aufbrechen. Bereits am 20. Juni 1921 starb Gustav Claus im Alter von nur 34 Jahren.

 

Das große Talent, das Gustav Claus inne wohnte, wird durch folgende Begebenheit deutlich:

Der Vater von Gustav Claus war es, der zu Gerhard Bakenhus ging, um ihm die Arbeiten seines Sohns zu zeigen. Er wollte ein anerkanntes Urteil über die Qualität der Arbeiten seines Sohnes einholen. Bakenhus erkannte das junge Talent und soll gesagt haben:“ Dem kann ich nichts mehr beibringen“.

Bakenhus unterrichtete zeitweilig Gustav Claus und schrieb bei seinem frühen Tod eine Würdigung über ihn.

Aus den wenigen Arbeiten, die sich von Gustav Claus erhalten haben, ergibt sich eine besondere Neigung zur heimatlichen Landschaft. Abgelegene Bauernhäuser und Wasserpartien sind waren bevorzugten Motive, Stille und Sturm seine bevorzugten Stimmungen.

 

Quellenangaben:

 

Oldenburgischer Hauskalender von 1977 mit einem Beitrag von Karl Veith Riedel

 

 Wilhelm Degode


 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 

Der Maler Wilhelm Degode wurde am 6. Februar 1862  in dem in der Oldenburger Innenstadt liegenden Degodehaus, Markt 24, als Sohn eines Kaufmanns, geboren.

Eigentlich sollte der künstlerisch talentierte Sohn die Nachfolge seiner Kaffee-Großrösterei antreten. Stattdessen nahm dieser jedoch bereits als 13- jähriger Zeichenunterricht bei dem Galerie-Konservator Johann Friedrich Dietrichs in der Großherzoglichen Kunstgalerie im Augusteum. Der erteilte Unterricht beinhaltete das Kopieren von Gemälde Alter Meister. Im Oldenburger Schlossgarten, in der Ahlhorner Heide und im Everstenholz wurde gemalt. Nach dem Besuch der Realschule in Oldenburg und dem Realgymnasiums in Osnabrück besuchte der Maler ab 1881 die Kunstakademie in Düsseldorf und studierte bei  Lauesten, Crola,C. Jungheim, Heinrich Deiters und Eugen Dücker.

Seinen Wohnsitz hatte Degode auf der Jägerhof Str. bei dem Maler Hermann Emil Pole, unweit des Vereins „ Malkasten“.

Angeregt durch den Maler Heinrich Hartung begab sich Degode1884 auf seine erste Studienreise durch die Eifel. Von Malmet über Bitburg, Gerolstein und Daun, in das Tal der Mosel. 21 Mal besuchte Degode die Eifel in den Jahren 1884 bis 1927 auf seinen Studienreisen, unter anderem mit Kollegen wie Fritz von Wille, der 1885 in die Eifel kam, Hans Richard von Volkmann, den Willingshäuser Malern Heinrich Otto und Adolf Lins, Hugo Mühlig und Carl Bantzer, der 1896 dabei war.

1886 heiratete Wilhelm Degode Sophie Stüve , die aus Osnabrück stammte. Das Ehepaar zog in die Rosenstraße 48, nur wenige Meter von dem Maler Fritz von Wille entfernt, der in dem Haus Nr. 54 wohnhaft war und dem Haus von Dr. Erwin Quedenfeldt, wohnhaft im Hause 38. Die Männerfreundschaft hielt ein Leben lang.

 

1893 reisten Wilhelm Degode und Hans von Volkmann von Geroldstein nach Willingshausen an die Schwalm und hielt sich dort vom 17. August bis zum 18. September auf.

Zahlreiche Gemälde mit Motiven aus dem Gebiet um Röllshausen, Merzhausen, Bernburg, Wasserburg und entlang der Schwalm entstanden dort.

Carl Jungheim führte Degode 1885 in den Künstlerverein „Malkasten „ein.

 

Hier beteiligte sich Degode 1899 ( als Mandarin) und 1908 (Die Wunder Indiens) an den berümten Aufführungen, die alljährlich stattfanden.

Zudem trat der Maler 1904 dem Verein Düsseldorfer Künstlerbund der Düsseldorfer Photovereinigung bei, dessen Vorsitzender Dr. Erwin Quedenfeld war.

Hinterlassen hat Degode etwa 3500 Fotoglasplatten.

1895 zog die Familie Degode nach Kaiserwerth in ein Kanonierhaus von 1704, auf dem heutigen Suitbertus-Stiftsplatz, das er 1898 kaufte.

In Kaiserwerth lernte er neue Freunde kennen, unter anderem den Schriftsteller Herbert Eulenburg und dem Marinemaler Cornelius Wagner.

Degode besuchte während seines Lebens immer wieder Oldenburg und malte auch hier Partien vom Zwischenahner Meer und die Kirche in Blexen wurden von ihm auf die Leinwand gebracht .

 

Der Kontakt des Malers nach Oldenburg war in allen Jahren ungebrochen. Neben zahlreichen Studienreisen und Ausstellungsbeteiligungen  nach Oldenburg oder die Umgebung, pflegte er auch Freundschaften zu den hiesigen Malern. So besuchte Degode im Herbst 1906 das Atelier des Malers Hugo Duphorn in Rastede, der zu dieser Zeit eine Ausstellung hatte. Er trug sich dort neben anderen bekannten Künstlern in die ausgelegte Besucherliste ein. Auch auf einer Grußkarte, die Hugo Duphorn an seine Frau anlässlich des Verkaufes von dem Gemälde „ Schweigen im Herbst“, dem Hochzeitsgeschenk für die Tochter des Großherzogs schickte, unterschrieb neben dem Oldenburger Maler Gerhard Bakenhus auch Wilhelm Degode.

 

Wilhelm Degode führte zahlreiche Studienreisen durch:

1881 Ahlhorner Heide, Karlsrode und Düsseldorf,

1883 Thüringen und Düsseldorf,

1884 Altenried/Oldenburg ( mit Carle Jungheim),

1884 Malmedy, St. Vith, Prüm, Bitburg, Gerolstein, Daun undMoselkern, Oldenburg,

1885 Elmendorf, Zwischenahner Meer,

1886 Moselkern,Bonn,Drachenfels und Berlin,

1888 Oldenburg,Rastede,Neuenburger Urwald, Osnabrücker and,

1889 Gerolstein, Moselkern, Oldenburg, Osnabrück, Trier,

1890 Paris ( mit Prof. Eugen Dücker), Oldenburg ( mit EugenDücker und Heinrich Otto),Eifel,Moselkern, Bad Pyrmont,

1891 Berlin, Moselkern,Gillenfeld,Grolstein,Nürnberg,München,

1892 Grevenweiler, Reda/Westf.,Hemelingen, Reda/Westf.,

1893 Düsseldorf,Angermund,Kalkum,Kaiserswerth,Gerolstein,Willinghausen,Kassel

1894 Gerolstein, Prüm, Schönecken, Osnabrück,Varel, Rastede,Hemelingen, Paderborn,

1895 Kaiserswerth, Kalkum,Rastede,

1896 Kaiserswerth,München, Rothenburg /T., Kalkum,

1897 Kaiserswerth und Kalkum,

1898 Kaiserswerth, Osnabrück, Burg Eltztal/Mosel

1899 Kaiserswerth, Rastede, Elmendorf,

1900 Kaiserswerth, München,

1901 Kaiserswerth,Kalkum

1902 Gerolstein,

1903 Oldenburg, Hemelingen, Osnabrück, Hellenthal,Schleiden, Gemünd, Hilden/Düsseldorf,

1904 Kaiserswerth,Oldenburg, Rastede, Gerolstein, Pelm,

1905 Amsterdam, Den Haag, Harlem, Nierst, Langst, Wittlaer,

1906 Gerolstein, Hedemünde, Glehn b. Neuss,

1907   Gerolstein,BadNauheim,Lüneburger Heide,

1908   Krezbeerg/Ahr,München, Rastede,

1909   Treseburg/Harz,Bodetal,Oldenburg

1910   Oldenburg,Blexen,Gerolstein,

1911   Hellenthal,Moselkern,Gerolstein

1912   Hellenthaal,Gerolstein,Fedderwardersiel,Oldenburg,München

1913   Ahlhorn,Oldenburg(mit Wilhelm Fritzel), München,

1914   Kaiserswerth

1915   Kaiserswerth

1916   Antweiler/Ahr,Gerolstein

1917   Gerolstein,Senden/Westf.,Ahlhorn,Altenbeken,

1918   Nideggen,Gillenfeld,Heimbach

1919   Neuenheerse/Westf.,Dringenberg/Westf.

1920   Niedeggen,Heimbach,Gerolstein,München,Berchtesgardenerand/Obersalzberg,

1921   Kaiserswerth,Kalkum

1922   Dringenberg/Westf.

1923Dringenberg,Paderborn,Würzburg,Niedersteinnach,Trieberg,Hochschwarzwald,Freiburg,Straßburg,Colmar

1924   Kaiserswerth,Kalkum

1925   Ahlhorn,Oldenburg,Kaisersweth

1926   Kaiserswerth

1927   Kaiserswerth,Langst,Gerolstein

1928   Büdingen/Hessen

1929   Büdingen/Hessen,Kaiserswerth

1930   Kaiserswerth

1931   Kaiserswerth

 

 

Wilhelm nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, unteranderem in Berlin, Bitburg, Daun, Bonn, Dortmund, Dresden, Düren, Düsseldorf,Gerollten, Hamburg, Gotha, Goch, Bremen, Kiel, Hannover, Heimbach, Köln,Krefeld, Leipzig, München, Münster, Siegen, Trier, Wien, Wuppertal,Osnabrück  und Oldenburg (Künstlerbund 1883,1885,1894,1899,1900,1903,1906,1907,1927, Nordwestdeutsche Kunstausstellung 1905 und 2005.

In München nahm er an folgenden Ausstellungen teil:

Münchener Jahresausstellung 1914 in königlichen Glaspalast, 1.Juni – Ende Oktober 1914,Öl,„Eifellandschaft“, Nr. 480.

Münchener Jahresausstellung 1912 im königlichen Glaspalast, 1. Juni-Ende Oktober 1912, Nr. 306, Öl„Eifelheide“.

Münchener Jahresausstellung1906 im kgl. Glaspalast, 25.Juni,Öl „Das Mohnfeld“.

Münchener Jahresausstellung1904 in kgl. Glaspalast,Nr. 180 „Blühende Narzissen“.

Münchener Jahresausstellung1900 im kgl. Glaspalast, Nr. 164 „Frühling“.

 

Der Maler starb am 26. November 1931 in Düsseldorf -Kaiserswerth

 

 

 Quellenangaben:

 

1.    Oldenburger Hauskalender von 1930, S. 45

2.    Landschaftsverband Rheinland,Rheinisches Archiv-undMuseumsamt-Archivberatungsstelle, bearbeitet von Sabine Schroyen, Archivhefte34, S 104

3.    Oliver Gradel,Kunstausstellungen im OldenburgerKunstverein 1843-1914, Seite 40

4.    Gerhard Wietek, 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land,S.252

5.    Biografisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, S. 142-143


 

Alfred Depser

 

Alfred Depser wurde am 23.März 1899 in Nürnberg als eines von vier Kindern des Postamtmanns Hans Depser und dessen Ehefrau Babette geborene Reichel, geboren.

Die Familie zog nach seiner Geburt nach Ansbach, wo er aufwuchs.

Nach dem Besuch des dortigen Realgymnasiums schloss er die Schule 1916 ab. Ein Jahr später wurde er zum Kriegsdienst verpflichtet, erkrankte jedoch kurz danach und kehrte 1919 nach Ansbach zurück.

Von 1920 bis 1924 besuchte er das Technikum in Nürnberg mit dem Berufsziel Chemiker. Diesen Beruf übte er bis 1925 aus.

Im Winter des Jahres 1925 besuchte er zum ersten Mal Ostfriesland. 1926 begann er ein Studium der Grafik an der Staatshochschule für angewandte Kunst in Nürnberg. Sein Lehrer an der Hochschule war Rudolf Schiestl (1878-1931). Insbesondere der Holzstich - und die Radiertechnik wurde ihm vermittelt.

Ab 1929 war Alfred Depser nur noch als freischaffender Künstler tätig. Jeden Sommer reiste er nach Ostfriesland. Seine Beziehung zu den Inseln Ostfriesland veranlassten ihn nach der Heirat mit Magdalena Schütte aus  Varel, 1937 endgültig nach Ostfriesland überzusiedeln.

Im selben Jahr erwarb er auf Juist ein altes Inselhaus und lebte dort mit seiner Familie als freischaffender Künstler.

Von Juist aus erwanderte er die Küstenregion und hielt die ostfriesische Landschaft mit dem Zeichenstift fest.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er auch in Tecklenburg und seiner fränkischen Heimat.

Reisen, die er im Alter unternahm, führten ihn nach Südfrankreich und Kanada.

Depser war Mitglied im Bund Bildender Künstler Ostfrieslands. Er veröfffentlichte Zeichnungen, Radierungen, Holzstiche und Aquarelle in hiesigen Zeitschriften. 

1978 verlieh ihm die Ostfriesische Landschaft das Indigenat ( Ehrenbürgerbrief)

Als er am 2. März 1990 starb, kaufte die Ostfriesische Landschaft etwa 1500 Arbeiten von ihm.


 

Quelle:

Heiko Jörn – Ein Beitrag für die Ostfriesische Landschaft (BLO I, Aurich 1993, S. 103 – 105).

Jona Detjen

 

Jona Detjen geborene Wesens wurde  am 17. Februar 1906 in Oldenburg geboren. Sie besuchte die damalige Mittelschule bis 1921, anschließend machte sie im väterlichen Betrieb eine Ausbildung zur Holzbildhauerin. Sie belegte parallel dazu Kurse bei den Oldenburger Malern Gerhard Bakenhus, Wilhelm Kempin und Hugo Zieger sowie dem Bildhauer Richter. Von 1924 bis 1928  besuchte sie die Kunstgewerbeschule in Hannover und kehrte danach anschließend nach Oldenburg zurück, wo sie eine Tätigkeit in der Möbelfabrik des Vaters auf nahm. Sie heiratete 1931, die Ehe wurde einige Jahre später wieder geschieden. Von 1946 bis 1950 ließ sie sich von Heinz Liers, einem Schüler von Max Liebermann in der Landschafts- und Aquarellmalerei ausbilden. Bis 1974 arbeitete sie im väterlichen Betrieb weiter.

 Hauptsächlich fertigte sie Arbeiten in  Öl, Aquarell sowie Zeichnungen an.

 Sie war Mitglied im Bund Bildender Künstler Oldenburg und im Oldenburger Kunstverein.1978 Ausstellung im Foyer der Nordwest-Zeitung Oldenburg, 1979 Gemeinschaftsausstellung im Stadtmuseum Oldenburg, im März 1985 Teilnahme an einer Gemeinschaftsausstellung im Kunstverein Melle.

 1987 Ausstellung im Rathaus Kirchhatten,und zwar vom 5 – 28. Februar.

 

Jona Detjen starb am 30. November 1992. Sie wurde auf dem Gertrudenfriedhof Oldenburg beigesetzt. 


 Quellenangaben:

 

Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei i  Oldenburger Land, S. 252

Artikel über die Malerin in der NWZaus dem Jahre 1987, mit dem Hinweis auf eine Ausstellung der Malerin im Kirchvater Rathaus vom 5.-28. Februar.

Todesanzeige im Dezember 1992  in der NWZ über den Tod der Malerin Detjen.

 


 

Hilke Deutscher

 

 

Hilke Deutscher wurde 1940 in Weener geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Ostfriesland und Münster verzog sie 1964 nach Hessen. Von 1987 bis 1997 studierte sie am Institut für Malerei und Grafik an der Universität Marburg. Außerdem besuchte sie Sommerakademien in Marburg, Gießen, Trier und Brüssel.

Seit 1985 stellt sie in Einzel - und Gruppenausstellungen in Hessen, Ostfriesland und Dänemark sowie in deutsch - niederländischen Kunstprojekten aus.

Seit 1996 ist sie Mitglied im BBK Ostfriesland.

Seit 2000 wohnt und arbeitet sie in Leer. Seit 2008 ist Hilke Deutscher Vorsitzende des BBK Ostfriesland.

Sie verarbeitet in ihren Landschafts,- Architektur- und Genrebildern verschiedene Werkstoffe. Neben Aquarell- und Acrylfarben mischt sie mitunter andere Werkstoffe wie Sand und Muscheln unter. Die farbkräftigen Kompositionen gehen dabei an die Grenze des Gegenstandslosen.

 

Die Künstlerin kann von 1989 bis zum heutigen Tage auf eine rege Ausstellungstätigkeit im In - und Ausland in Einzel- und Gruppenausstellungen verweisen.

 

Quelle:

Bildende Kunst in Ostfriesland, herausgegeben vom Ostfriesischen Landesmuseum 2011, S. 150.

Internet: KunstNesse Hilke Deutscher – Künstlerprofil -

 


 

 August tom Dieck



 

 


 


 


 


 

                                                                                                                                                


 


 

Der Maler August Christian Hermann tom Dieck wurde am 23.3.1831 in Oldenburg

als Sohn des Kaufmanns Oltmann Diedrich Nikolaus tom Dieck geboren.

August begab sich im Mai 1847 nach der Schulausbildung als Sechszehnjähriger an die Kunstakademie Dresden und begann dort ein Studium für Malerei. 1850 stellte er zum ersten Mal aus. 1851 lernte er im Atelier des Bendemann-Schülers Adolf Wichtmann ( 1820 – 1866)

Und danach im Atelier des Galerieinspektors Julius Schnorrvon Carolsfeld ( 1794 – 1872(. Hier wurde sein Weg zur Religiösen Kunst und zuitalienischen Vorbildern bestimmt. Sein erstes bekanntes Werk, die „ Heilige Cäcilie“, malte er 1854.

1857 reiste Dieck über Florenz nach Rom, wo er fast vierJahre im Kreis des noch tätigen Peter Cornelius ( 1783 – 1867) arbeitete. Er wurde von Cornelius angeleitet und widmete sich besonders dem Studium Raphaels.Während seines Romaufenthaltes entstand 1859 seine bedeutendste Arbeit „ Die beiden Marien am Grabe Christi“, die ganz in der Tradition der nazarenischen Deutschrömer steht und an Friedrich Oberdecks „ Italia und Germania

( „Sulamith und Maria“, 1811 – 1821) sowie Eduard Bendemanns„ Zwei Mädchen“(1833) erinnert. Dieck war bereits völlig im italienischen Kunstleben integriert, als 1861 sein Vater die Rückkehr nach Deutschland forderte. August tom Dieck kam dieser Aufforderung nach und ließ sich inDresden nieder, wo er 1865 heiratete und fortan als Lehrer tätig war.

Hier dürfte er Kontakt zu dem Jeveraner Künstler Ernst Hemken( 1834 – 1911) aufgenommen haben, der seit 1869 in Dresden lebte. Hemken gehörte derselben Künstlergeneration an und huldigte einer ähnlichen Kunstauffassung.

August tom Dieck hielt sich des öfteren in Oldenburg auf und malte unter anderem 1867 den Großherzog Nikolaus Friedrich Peter( 1827 – 1900), für den er auch Kopien anfertigte und die Ankäufe aus Pommersfelden begutachtete, die für die im Aufbau befindliche großherzogliche Galerie im Augusteum bestimmt waren. Für die Kirche in Abbehausen malte er in den 1860-er Jahren das Altargemälde „ Christus am Ölberg“ und für die evangelische Kirche in Cloppenburg eine Verklährungszene. Um 1878 war er an der künstlerischen Ausschmückung der Meißner Burgkapelle beteiligt ( Vier Propheten in ornamentalischer Rahmung).

August tom Dieck starb am 20.8.1893 in Dresden.

 

 Quellenangaben August tom Dieck


 

Biografisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg,S.145-146

Gerhard Wietek, 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land, S.253

Oliver Gradel, Kunstausstellungen im OldenburgerKunstvereinn 1843-1914, Seite 42-43

 

Richard tom Dieck

 


 


 


 


 


 


 



 

Der Maler Johann Heinrich Richard tom Dieck wurde am 9.November 1862 als jüngstes von drei weiteren Geschwistern des Kaufmanns Diedrich tom Dieck  und dessen Ehefrau Eleonore Lange in Oldenburg in der Lange Straße, geboren. Schon frühzeigte sich Richards zeichnerische Begabung.

Ab 1869 besuchte er de Vorschule am Waffenplatz. Nach drei Jahren wurde er auf das Gymnasium im alten Graf-Christoffer-Haus an der Mühlenstraße umgeschult.

Zwischenzeitlich erkrankte der Vater schwer, sodass das Haus und das Geschäft verkauft werden musste. 1878 musste Richard tom Dieck das Gymnasium abbrechen und zum schnelleren Abschluss die neugegründete Realschule besuchen  die er 1880 verließ.

Nach dem Tod seines Vaters beschloss Richard, Dekorations-und Theatermaler zu werden, um möglichst schnell Geld zu verdienen.  Aus diesem Gunde verließ er Oldenburg und begab sich nach Berlin in die Lehre des Theatermalers Julius Lechner.

Vom Großherzog Peter von Oldenburg hatte er zuvor  ein 2-jähriges Stipendium in Höhe von 300 Mark jährlich zur handwerklichen Ausbildung bekommen. Zwar befriedigte tom Dieck die Anleitung Lechners nicht, er blieb jedoch dennoch bei diesem, weil er seine  finanzielle Situation zügig verbessern wollte.

Zufällig lernte tom Dick den Wand -und Dekorationsmaler Schaler kennen. Dieser verschaffte ihm eine Anstellung im Atelier der Gebrüder Brückner in Coburg. Nach einjähriger Weiterbildung nahm er eine Anstellung bei dem ortsansässigen Theatermaler Lütkemeyer an.

1884 reiste Richard tom Dieck nach Oldenburg, weil er sich wieder zur Musterung einfinden musste.

Zwar wurde er für tauglich befunden, jedoch als überzählig aussortiert. Während dieses Besuches trat er Oldenburger Theatermaler Wilhelm Bohrmann an tom Dieck heran und fragte diesen, ob er ihn bei seiner Arbeit unterstützen könnte.

Richard tom Dieck willigte ein und ließ seine Pläne fallen, nach München zu reisen, um an der dortigen Akademie ein Kunststudium zu beginnen.

Während seiner folgenden Tätigkeit am Hoftheater fanden sich im Laufe der Jahre auch Gerhard Bakenhus, August Oetker und Wilhelm Morses auf dem Malersaal des Theaters für kürzere oder längere Zeit ein.

1885 fand die Gewerbeausstellung auf dem Pferdemarkt statt.Tom Diecks Förderer und Gönner, der Oberkammerherr von Alten übertrug ihm dazu die Ausgestaltung der Gemäldeausstellung aus dem Besitz des Großherzogs Peter.

Zeitgleich arbeitete tom Dieck mit Bohrmann an der Dekoration für die große Ausstellungshalle, die Mohrmann übernommen hatte.

Infolge der Überlastung stellte sich 1887 an der rechten Hand ein Krampf ein, der es ihm unmöglich machte, diese Hand handwerklich weiter zu belasten. Er schulte daher auf die linke Hand um. Doch auch die linke Hand zeigte in den Jahren 1888/89 die gleichen Symptome.

Er beschloss daher, sich in eine Kur nach Frankfurt a. M. zu begeben.  Doch dieser Kuraufenthalt brachte nur bescheidenen Erfolg. In den nächsten 10 bis 15 Jahre arbeitete tom Dieck zur Entlastung seiner überanstrengten Muskulatur mit einem Gummiring.

In den Jahren 1889 bis 1891 fertigte der Maler eine große Anzahl von Dekorationen für das Stadttheater Göttingen, außerdem musste er für das Oldenburger Theater, das am 24. November 1891 abgebrannt war, Dekorationen neu anfertigen.

Tom Dieck, der sein Gehalt aufbessern wollte, übernahm neben diesen Arbeiten den Unterricht an der seit 1888 existierenden Kunstgewerbeschule in der alten Pastoren in der Haareneschstraße 29.

Durchschnittlich unterrichtete er dort abends etwa 120 Schüler.

Nachdem 1891 der Kunstgewerbeverein das Klävemannsche Hausam Stau gekauft hatte.

Einige Zeit später erkrankte Fritz Dietrichs ( 1817 –1893),der Kustus der Gemäldegalerie im Augusteum. Oberkammerherr von Alten beauftragte aus diesem Grunde tom Dieck mit der Wahrung der Aufgaben Dietrichs. Auf Veranlassung des Oberkammerherrn fuhr tom Dieck nach Dresden und nahm dort Unterricht in der Behandlung alter und neuerer Gemälde. Außerdem nahm er Unterricht bei dem Restaurator Naher und dem Konservator Müller. Einige Zeit nach seiner Rückkehr starb auch Friedrich von Alten( 1822 – 1893).

In der Zeit vom 15.1. – 5.2.1893 nahm er  an derJubiläumsausstellung des Oldenburger Kunstvereins teil.

Am 24. April 1900 wurde tom Dieck zum Konservator der Großherzoglichen Gemäldesammlung ernannt.

 

In der Zeit vom 17.2. – 17.3. 1904 nahm tom Dieck an der 310. Kunstausstellung im Oldenburger Kunstverein mit einem Gemälde ( „ Abend in der Heide“) teil.

Anlässlich der Ausstellung zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Großherzoglichen Gemäldesammlung zu Oldenburg zeigte tom Dieck diverse Aquarelle und Zeichnungen.

Die Gewerbeausstellung im Jahre 1905 auf dem Dobbengelände in Oldenburg brachte auch eine Kunstausstellung nordwestdeutscher Künstler mit sich. Tom Dick hatte die geschäftliche Leitung und war dort mit einem großen Gemälde vertreten.

Gemeinsam mit Professor Bernhard Winter und Gerhard Bakenhus gründete Richard tom Dieck den Oldenburger Künstlerbund. Mit anderen Kunstfreunden gründete tom Dieck zudem den Verein der Kunstfreunde.

1906 wurde der Maler Mitglied des Vorstandes im Kunstverein.

In diesem Jahr starb auch seine Mutter. Für tom Dieck ein schwerer Verlust.

Auf der 322. Kunstausstellung, die vom 9. – 29.1.1908stattfand, beteiligte sich der Maler mit dem Gemälde „ In der Heide“.

Bis zum Jahre 1914 widmete sich tom Dick verhältnismäßig ruhiger Aufbauarbeit.

In seiner Freizeit widmete er sich der Malerei und schuf zahlreiche Werke. Insbesondere liebte er die freie Natur. Spätere Arbeiten entstanden in einem Guss,  wobei tom Dieck wegen  seiner Handprobleme auf kleine Formate zurück greifen musste.

Während des ersten Weltkrieges war in die  unteren Räume des Augustes das Rote Kreuz eingezogen. Mit dem Ende des Kriegs wurde die  Gemäldesammlung  des Großherzogs aufgelöst und verkauft.

Am 29. März 1919 wurde tom Dieck in Anerkennung seiner Verdienste um die Erhaltung der Großherzoglichen Gemäldesammlung die Goldene Medaille für Wissenschaft und Kunst verliehen.

In den letzten 15 Jahren seines Lebens unternahm er Maler allsommerliche Reisen, die ihn nach Belgien, Holland in die Schweiz führten. Außerdem unternahm er Reisen mit der Malerin und seiner Freundin Anna Martens nach Italien, Rom und Spanien.

Als 1939 der zweite Weltkrieg aus brach, stürzte sich tom Dieck noch einmal in die Arbeit. Seine Motive entstanden dabei jedoch nicht immer in der freien Natur. Vielmehr prägte er sich  die Motive ein und bracht sie dann später auf  die Leinwand.

Im Herbst 1941 machten sich erste Anzeichen einer Erkrankung bemerkbar, die zwar anschließend wieder verschwanden, jedoch im Frühling 1942 erneut auftraten.

Im Dezember 1942 bezog der Maler in einem Krankenhaus schließlich ein Zimmer. Das Krankenhaus verließ er anschließend nicht mehr.

Der Maler Richard tom Dieck starb am 8. Januar 1943. Er wurde in Oldenburg einem Familiengrab auf dem Gertrudenfriedhof bestattet.

 

 

 Quellenangaben:

 

1.     OldenburgerJahrbuch des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur -und Heimatkunde,48.und 49. Band /1948/49, herausgegeben von Hermann Lübbing mit einem Beitrag zu Richard tom Dieck von Anna Martens

2.     Gerhard Wietek – 200 Jahre Malerei im Oldenburger Land, ISBN 3-9801191-0-6

3.     Oliver Gradel – Kunstausstellungen im Oldenburger Kunstverein, 1843 – 1914,

herausgegeben von der Oldenburgischen Landschaft

 

Karl Dönselmann

 


 

Karl Dönselmann wurde am 17. Dezember 1902 in Hagenah, Kreis Stade, als Sohn des namensgleichen Lehrers und Kantor Karl Dönselmann geboren. Er wuchs in Cuxhaven auf.

Nach dem Abschluss der Realschule in Otterndorf besuchte er das Lehrerseminar in Stade, wo er 1923 die Lehrerprüfung ablegte. Er besuchte danach bis 1925 die  Staatliche Kunstgewerbeschule in Hamburg die Klasse für angewandte Grafik. Seine Lehrer waren dort Titze und Behnke. Anschließend besuchte er von 1925 bis 1926 die Kunstakademie in Berlin bei Hasler und Reifferscheid. 1926 bestand er die Zeichenlehrerprüfung. Von 1927 bis 1942 war er Oberschullehrer in Goldberg. Eine erste Ausstellung seiner Arbeiten  fand 1937 im schlesischen Liegnitz statt, ebenfalls nahm er an Gruppenausstellungen in Schlesien und Niederschlesien teil.

Die Museen in Breslau und Liegnitz kaufte Arbeiten von ihm.

1941 wurde er für den schlesischen Kunstpreis vorgeschlagen.

Während des Zweiten Weltkrieges war er von 1942 bis 1945 Kriegsteilnehmer in Polen und Russland. 1945 gingen fast alle Arbeiten von ihm verloren. Nach einer sechsmonatigen Kriegsgefangenschaft wurde er 1946 Kunsterzieher am Ulricianum, der ehemaligen Oberschule für Jungen, in Aurich.

Er war 1948 Gründungsmitglied der Niedersächsischen Secession.

1951 heiratete er die von der Insel Spiekeroog stammende Malerin Elisabeth Hauptman.

1953 stellte er in einer Einzelausstellung in Oldenburg seine Arbeiten einem größeren Publikum vor.

Im Frühjahr 1954 wechselte er an das Gymnasium Andreanum in Hildesheim. Nach seinem Wechsel widmete er sich in erster Linie der Malerei.

1955 nahm er an einer Wanderausstellung „ Farbige Grafik“ der Kestnergesellschaft in Hannover teil.

Nach seiner Pensionierung 1968 unterhielt er von 1974 – 1980 ein Atelier in Berlin. Dort schuf er vorwiegend Stillleben, die er mit Pastellkreide herstellte.

Im Verlaufe seines Lebens beschäftigte sich der Maler mit maritinen ,städtischen und figürlichen Themen. Dönselmann schuf Öl – und Temperagemälde, auch Holzschnitte, oftmals in Verbindung mit Monotypien.

Er starb am 2.Juni 1984 in Hildesheim.

 

Quelle:

Bildende Kunst in Ostfriesland, herausgegeben vomOstfriesischen Landesmuseum Emden, 2011, S.150-151

Jost Galle, Ein Beitrag über den Maler Karl Dönselmann fürdie Ostfriesische Landschaft

(BLO II, Aurich 1997, S. 76 - 78)


 


 

Kriso ten Doornkaat

 

 

Kriso ten Doornkaat wurde 1960 in Bremen geboren. Nach langjähriger Tätigkeit am Institut für Vogelforschung in Helgoland und als Vogelwartin auf Sylt studierte sie ab 1981 an der Universität in Oldenburg Biologie mit dem Ziel der wissenschaftlichen Illustration.

Ab 1987 folgte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien ein Studium der Grafik und freien Malerei sowie der Kalligrafie und Buchbilderei.

Von 1992 bis 1994 war sie Artdirektorin bei einer Hamburger Werbeagentur.

Seit 1994 lebt die Künstlerin als freie Grafikerin und Illustratorin in Rysum bei Emden.

Die in altmeisterlicher Manier von ihr geschaffenen Radierungen beeindrucken durch die Motivwahl von Mischwesen aus der Tierwelt und verfremdeten Gegenständen sowie die geradezu perfekten Ausführungen ihrer Arbeiten.

 

Kriso ten Doornkaat hat bis zum heutigen Tage regional undüberregional an zahlreichen Einzel - und Gruppenausstellungen teilgenommen.

 

 

Quelle:

Bildende Kunst in Ostfriesland, herausgegeben vom Ostfriesischen Landesmuseum 2011, S. 151

 

 

 

 Louise Droste-Roggemann


 

 

 


 


 


 


 


 


 

Praktisch in Vergessenheit geraten ist eine herausragende Kunstmalerin aus dem Oldenburger Land, die  im Ammerländischen Bad Zwischenahn ihre Wurzeln hatte.

Lediglich ein kurzer Artikel in der Nordwestzeitung vom 21.November 1974 erinnert an eine einwöchige Ausstellung der Malerin Louise Droste-Roggemann in der Wandelhalle am Zwischenahner Strandpark. Die Ausstellung wurde damals nicht etwa von der Gemeinde Bad Zwischenahn organisiert, sondern in Eigeninitiative von einigen wenigen  noch lebenden Verwandten der Künstlerin.

 

Es ist bemerkenswert, dass es offensichtlich niemanden im Verantwortungsbereich der  Gemeinde gab, der Interesse daran hatte, die Erinnerungen an diese Malerin nach der Ausstellung wach zu halten. Dieses verwundert umso mehr, als dass die Qualität der in der Wandelhalle  gezeigten Arbeiten der Malerin die Besucher seinerzeit tief  beeindruckte.

 

Mittlerweile liegt die Ausstellung über dreiunddreißig Jahre zurück. Interessebekundungen oder Bemühungen, Arbeiten von der Malerin noch einmal in der Öffentlichkeit zu zeigen, hat es in dieser Zeit nicht mehr gegeben, so dass die Künstlerin nur ganz wenigen Kunstkennern in dieser Region bekannt ist. Wertvolle Informationen sind aufgrund der verstrichenen Zeit zwischenzeitlich verloren gegangen. Der Verlauf ihres Lebens kann deshalb auch nur ansatzweise dargestellt werden.

 

Louise Roggemann wurde am 20. Oktober 1865 in Bad Zwischenahn als eines von fünf Kindern des Fleischwarenfabrikanten Johann Roggemann (1826 – 1909) und dessen Ehefrau Anna Catharina geb. Rabben (1833 –1912) geboren.

Louise absolvierte die Schule in Bad Zwischenahn und fiel dort wegen ihres zeichnerischen Talents auf.

Louise Roggemann wohnte in dieser Zeit mit ihren Eltern und den Geschwistern in einem Haus an der Bahnhofstraße. Das Haus wurde vor Jahren abgerissen. Heute steht auf dem Grundstück ein Altenheim.

 

Als Louise die Schule beendet hatte, hatte sie bereits den Entschluss gefasst, sich zur Kunstmalerin ausbilden zu lassen.

Sie hatte sich hervorragende Englischkenntnisse angeeignetund vertrat auch gegenüber ihren Eltern ihre Ansichten immer sehr selbstbewusst.

Dennoch vergingen mehrere Jahre, bis sie ihre Eltern von ihrem Vorhaben überzeugt hatte.

Ausschlaggebend war dabei offenbar, dass Louise durch eine Erbschaft zu genügend Geld gekommen war, um nicht nur ihre Ausbildung, sondern auch  damit verbundene Reisen unternehmen zu können.

Um 1890 herum verließ die Fünfundzwanzigjährige  ihr Elternhaus und reiste unter anderem nach Weimar und Dresden. In beiden Städten gab es Kunstakademien und damit auch akademisch ausgebildete Lehrer, die sich in ihrer Freizeit durch die Erteilung von privatem Mal – und Zeichenunterricht ihren Lebensunterhalt aufbesserten.

Da Frauen an einer Kunstakademie in dieser Zeit noch nicht zugelassen waren, kam für diese deshalb nur ein privates Studium in Betracht. Leider lässt sich nicht mehr ermitteln, bei wem sich Louise Roggemann unterrichten ließ. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass sie sich eine längere Zeit insbesondere in Dresden aufgehalten hat und dort an einer Damenmalschule unterrichtet wurde.

 

 

Vermutlich hielt sich die Malerin im Zeitraum von  1890 bis 1891 in Dresden auf und lernte dort den Oldenburger Maler Bernhard Winter  kennen, der sich 1887 als damals 16- jähriger an die Kunstakademie Dresden  begab und dort bis 1891 Malerei studierte. Die Umstände, wie sich die Beiden kennen lernten, liegen im Dunkeln.

Für Bernhard Winter war es in seinen jungen Jahren aber wohl mehr als nur eine Freundschaft zu Louise, denn er machte der Malerin ein von ihm gemaltes Ölgemälde zum Geschenk, dass er auf der Rückseite mit einer sehr persönlichen Widmung versah.

 

Die Wege der beider Künstler trennten sich allerdings mit dem Weggang Winters von der Akademie.

 

Bis zum Jahre 1900 unternahm Louise Roggemann viele Studienreisen, auf denen sie Ölgemälde und Bleistiftskizzen schuf. Sie versah viele Bleistiftskizzen mit Ortsangaben, so dass nachvollziehbar ist, dass ihre Exkursionen sie unter anderem nach Schönhausen, der Ostsee,  Königstein, Berlin, Dresden/Halle,Leipzig, Weimar, Sonderburg/ Dänemark, Magdeburg, Kiel–Holtenau, in die Berge und in skandinavische Länder führten.

 

Nach ihrer Rückkehr ins heimatliche Bad Zwischenahn nahm die mittlerweile ausgebildete Landschaftsmalerin  an zwei Ausstellungen im Oldenburger Kunstverein teil. Sie war auf der 300. Kunstausstellung mit dem Gemälde „ Sonnenuntergang in der Heide“ vertreten, die vom 17. Februar bis zum 16. März  1901 ausgerichtet wurde. Auf der 302. Kunstausstellung des Oldenburger Kunstvereins, ausgerichtet  vom 17.11.1901 bis zum 15.12.1901 stellte sie die Gemälde „ Birken im Moor“ und „ Herbstlandschaft“ aus.

 

Auf dieser Gemeinschaftsausstellung war auch  Bernhard Winter mit dem Gemälde „Kinderköpfchen“ vertreten.

 

Louise Roggemann, mittlerweile wieder in Bad Zwischenahn lebend, lernte wenig später den aus Bremen stammenden Kaufmann Oskar Droste(1851 – 1941) kennen, der in dem Ort eine Torffabrik übernommen hatte. Mit der Heirat im Jahre 1902 führte Louise nunmehr den Nachnamen Droste-Roggemann. 1904 kam eine Tochter zur Welt, die das einzige Kind bleiben sollte.

 

Die Malerin nahm seit ihrer Rückkehr nach Bad Zwischenahn jede Gelegenheit wahr, in der freien Natur zu malen. Sie war dabei hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs, um geeignete Motive zu suchen.

 

Obwohl  Louise Droste-Roggemann mittlerweile zeitlich eingeschränkt war, so besuchte sie dennoch in den Sommermonaten des Jahres 1905 den Dötlinger Maler Georg Müller vom Siel, der seit 1896 dort ständig wohnhaft war.

 Im Jahre 1900 eröffnete der Maler in Dötlingen eine private Malschule, um sich neben dem Verkauf seiner Arbeiten eine zweite Einkommensquelle zu sichern. Vor allem in den Sommermonaten hatte er Damen der Gesellschaft zu Gast, die er in der  Landschaftsmalerei unterrichtete.

 

Es muss angenommen werden, dass Louise häufigeren Kontakt zudem Dötlinger Maler hatte.

 

In den folgenden Jahren ließ die künstlerische Betätigung der Malerin zusehends nach. Hausfrauliche Tätigkeiten und die Erziehung der Tochter vereinnahmten sie umso mehr. Sie zeigte zudem reges Interesse für Architektur und  Blumen. Diese Themen nahmen in ihrem Leben immer mehr Raum ein.

 

1912 baute die Familie ein neues, den Ansprüchen genügendes Haus in der Peterstraße.

Louise hatte mit der Pflege des Gartens und den  bereits erwähnten Arbeiten genügend zu tun, so dass sie schließlich die Malerei ganz auf gab.

 

Die Gemälde und auch die Skizzen hat Louise Droste-Roggemann  nie datiert, sodass kein verlässlicher Anhaltspunkt vorhanden ist, zu welcher Zeit sie sich an welchem Ort aufgehalten hat.

Lediglich die Signaturen ihrer Bilder lassen erkennen, ob die Werke vor oder nach 1902 entstanden sind, zumal sie vor der Heirat mit Roggemann,ab der Heirat mit Droste signierte.

 

Louise Droste- Roggemann war eine Landschaftsmalerin.

 

Themen ihrer Ölgemälde waren insbesondere unberührte Moor-und Heidemotive, wie sie das Ammerland und das Oldenburger Land zur damaligen Zeit reichlich besaßen. Sie hielt präzise Darstellungen einer damals noch intakten aber doch zerbrechlichen Natur auf Leinwand oder  Holztafeln fest, wobei in vielen ihrer Bilder die Einflüsse des Malers Georg Müller vom Siel in ihrem Malstil zu erkennen sind. Ihre Arbeiten sind heute ein wichtiges Dokument vergangener Zeiten. Gerade deshalb und wegen des herausragenden Könnens dieser talentierten Künstlerin ist es eine Verpflichtung, die Erinnerung an sie zu bewahren.

 

Die Heimatmalerin starb am 30. Dezember 1945 in Bad Zwischenahn. Sie fand auf dem Alten Friedhof in Bad Zwischenahn ihre letzte Ruhestätte.

 

 Quellenangaben:

 

1. Alle Informationen, Fotos und Gemälde zu der Malerin stammen von Verwandten der Künstlerin. 

2. Oliver Grahl – Kunstausstellungen im Oldenburger Kunstverein 1843 –1914 – Ein Gesamtverzeichnis –, Seite 156

Herausgegeben von der Oldenburgischen Landschaft und der Stiftung Oldenburgischer Kulturbesitz.

3. Weblink: http://www.kulturportalweserems.de

über Georg Bernhard Müller von Siel – Private Malschule sichert Lebensunterhalt–

4. NWZ Nr. 271 vom 21. November 1974

- Erinnerungen an Malerin der Heimat -

 

 


 


 


 


 


 

Herbert Dunkel

 

 

Herbert Dunkel wurde am 14. November 1906 in Berlin geboren. Sein Vater war Stadtarchitekt und Kutos am Märkischen Museum in Berlin. Herbert Dunkel wurde früh in die Arbeit seines Vaters mit einbezogen. Er zeichnete Fundstücke und Ausstellungsobjekte, auch nahm er an Kunst – und kulturhistorischen Vortragsveranstaltungen teil. Unter anderem lernte er dadurch den bekannten Maler Max Liebermann kennen. Sein Wunsch, einmal Kunstmaler zu werden, blieb jedoch zunächst unerfüllt.

Dunkel besucht in Berlin das Köllnische Gymnasium und verließ dieses als 17jähriger ohne Abiturabschluss. Er absolvierte anschließend eine technische Lehre und danach eine höhere technische Lehranstalt.

Ab 1929 nahm er an der Kunstgewerbeschule und in Volkshochschulkursen seine künstlerische Weiterbildung auf.

Mit nur wenig Erfolg versuchte er sich anschließend als freischaffender Maler, Illustrator und Bühnenbildner. Sein geringes Auskommen versuchte er als Bauarbeiter aufzubessern. Zeitweise war er arbeitslos.

Als Techniker fand er 1934 eine Anstellung als Techniker bei der Firma Siemens, die er bis 1945 ausübte.

Während des Zweiten Weltkrieges blieb ihm aufgrund seiner Tätigkeit bei Siemens ein Kriegseinsatz erspart. Er nahm in dieser Zeit an Ausstellungen teil. 1942 stellte er in Berlin Arbeiten mit ostfriesischen Motiven aus. Zwischenzeitlich hatte er die aus Norden stammende Hanna von Stipriaan geheiratet.

1943  wurde seine Berliner Wohnung ausgebombt. Mit dem Verlust der Wohnung gingen auch viele seiner Arbeiten verloren.

Dunkel geriet während des Krieges  in fünfmonatige russische Kriegsgefangenschaft. Während dieser Zeit betätigte er sich als Porträtist.

Nach seiner Freilassung verlegte er seinen Wohnsitz 1945 nach Norden, um hier einen Neuanfang als freischaffender Künstler zu wagen.

Zunächst stellte er in Ostfriesland aus, später auch in Holland. Eine intensive Auseinandersetzung fand mit der internationalen Gruppe CoBrA statt, in deren Folge er sich der expressiven Abstraktion zuwandte.

In den 1950er Jahren stellte er seine Arbeiten in Amsterdam, Groningen, Delfzijll, Winschoten, Arnheim, Leeuwarden und Den Haag aus.

Ab 1954 bis zu seinem Tode arbeitete er als Kunsterzieher am Gymnasium Ulricianum in Aurich. Gleichzeitig wurde er Vorsitzender im regionalen Verband Bund Bildender Künstler.

Unter dem Pseudonym „Pia Fraus“ schrieb er 1964 Beiträge für die „Ostfriesischen Nachrichten“.

Er unternahm in den Jahren von 1955 bis 1961 mehrere Reisen, die ihn  nach Norwegen, Island und Afrika führten.

Am 8. Dezember 1966 verunglückte er tödlich bei einem Verkehrsunfall zu seiner Arbeitsstelle in Aurich.

 

Quelle:

Jost Galle- Ein Beitrag über Herbert Dunkel für dieOstfriesische Landschaft (BLO II, Aurich 1997, S. 83-85)

Auszüge aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie über HerbertDunkel.

 


 

Hugo Duphorn

 

 


 


 


 


 


 


 


 

Der Maler Hugo Heinrich Wilhelm Duphorn wurde am 10.6.1876 in Eisenach als Sohn des Bautischlers Otto Duphorn ( 1848 – 1900) und dessen Ehefrau Paula geb. Busch (1849 – 1919) geboren.

Sein Vater, der als Theatermaschinenmeister in Eisenachtätig war, erhielt 1880 am Großherzoglichen Theater in Oldenburg eine Anstellung als technischer Bühnenleiter und zog mit seiner Familie nach Oldenburg. Duphorn, der zunächst die Stadtknabenschule und danach die Oberrealschule besuchte, wurde hier von dem Zeichenlehrer Andreas Speißer (1837 – 1921) angeleitet, der schon, wie Bernhard Winter (1871 – 1964) und späte rauch Jan Oeltjen ( 1880 – 1968)

Seine Neigungen führten Hugo Duphorn am 29. Juni 1892 nach Lübeck, wo er als Schiffsjunge anheuerte und bis 1894 auf dem Segelschiff „Olga“ fuhr. Die erste Reise ging nach Australien, zwei weitere nach Norwegenund Portugal. Nach 19 Monaten musste er wegen Kurzsichtigkeit die Seefahrtaufgeben und machte ab Frühjahr 1894 eine Lehre bei einem Anstreicher in Oldenburg. 1894/95 arbeitete er im Malersaal des Oldenburger Theaters unter Wilhelm Mohrmann( 1849 – 1934) und nahm abends am Zeichenunterricht im Kunstgewerbemuseum teil .Im Oktober 1895 meldete er sich freiwillig zumOldenburger Infanterie- Regiment Nr. 91, in welchem er bis zum September 1897 diente.

Im selben Monat besuchte er zu ersten Mal den Oldenburger Moormaler Gerhard Bakenhus

( 1860 – 1939) . 1897 begab sich Hugo Duphorn nach München, wo er eine Malschule besuchte und von einem Freund von Bakenhus, dem Maler Finster, in das Münchener Leben eingeführt wurde. Die Studienzeit in der Rosenthal- Malschule unterbrach Duphorn jedoch wegen einer Erkrankung seines Vaters. Anfang 1898 kehrte er nach Oldenburg zurück und wohnte einige Monate in seinem Elternhaus in der Gaststraße 14.

1898 wechselte er nach Berlin, wo er von dem aus Oldenburg stammenden historischen Kirchenmaler August Oetken ( 1868 – 1951) angestellt wurde.

Die Aufträge Oetkens führten ihn nach Breslau, Magdeburg, in den Harz und nach Rügen. Auf Anregung von Bakenhus machte Duphorn ab 1899 Naturstudien auf Wangerooge, den Harz sowie in der Heide bei Oldenburg. Er fasste nun den Entschluss, sich ganz der Malerei zu widmen. 1900 besuchte er die großherzoglich-sächsische Hochschule für bildende Kunst im Weimar als Schüler des Pleinair – Malers Theodor Hagen ( 1842 – 1919). Hier stieß er auf Schriften  von Julius Hart     ( 1859 –1930), begegnete bald darauf dem Dichter und schloss sich der freireligiösen „Neuen Gemeinschaft“ der Brüder Heinrich und Julius Hart an.

Schon im Spätherbst 1900 zog er deshalb nach Berlin und nahm im November ein Atelier in Steglitz über der Wohnung Julius Harts, mit dem er Freundschaft schloss. Im Wintersemester nach Duphorn an Aktkursen im Kunstgewerbemuseum Berlin teil.

Vornehmlich malte er Motive der märkischen Landschaft („ DasSchweigen im Herbst“). 1902 trat er wieder aus der „ Neuen Gemeinschaft“ aus.

Während einer Studienreise auf der Insel Bornholm im August 1901 lernte er seine spätere Frau Herdis Odderskov, eine Fotografien aus Jütland, kennen, die er am 11.8.1902 in Oldenburg heiratete. Das Ehepaar, dass zwei Söhne und zwei Töchter hatte, wohnte zunächst im alten Neuenburger Schloss.I m Verlauf der Jahre bekamen sie vier Kinder: zwei Söhne und zwei Töchter. Das erste Kind, ein Sohn, wurde im Schloß Neuenburg geboren.

Hier malte Duphorn Motive aus den Neuenburger Urwald und beteiligte sich 1905 an der Nordwestdeutschen Kunstausstellung in Oldenburg.

Ein großherzogliches Stipendium ermöglichte es ihm, 1904/05 sein unterbrochenes Studium an der Weimarer Akademie fortzusetzen. 1906 zog er mit seiner Familie nach Rastede.

1907 erwarb er das Gehöft „ Lilla Backa“ an dem von felsigen Ufern umgebenen See Kärnesjö in der schwedischen Provinz Holland. Im Frühjahr 1907 übersiedelte Duphorn nach Schweden und arbeitete dort weiter. Am 20. April1909 verunglückte er auf dem brüchigen Eis des Sees und ertrank zusammen mit seinem ältesten Sohn und einem befreundeten pensionierten Lehrer. Duphorns Bilder waren vertreten auf der Großen Berliner Kunstausstellung im Jahre 1905, der Internationalen Kunstausstellung in Amsterdam im Jahre 1904,Große Kunstausstellung in  Hannover 1907 Leipzig 1901 und 1903, Nordwestdeutsche Kunstausstellung in Bremen 1906 – 1907 und 1909, Nordwestdeutsche Kunstausstellung in Oldenburg 1905, Ausstellung des Oldenburger Künstlerbundes 1908 sowie jährliche Kunstausstellungen in Weimar ,1903 – 1906, Wilhelmshaven 1902, sowie in Neuenburg eine erste Atelierausstellung, vermutlich 1903.

Im Herbst 1906 stellte Duphorn eine größere Anzahl seiner Arbeiten in seinem Atelier in Rastede aus.

 

 Gleich nach seinem Tode fand im Mai 1909 eine Retrospektive seiner Werke im Oldenburger Augusteum statt.

Zu Lebzeiten nahm Duphorn an zahlreichen Ausstellungen imOldenburger Kunstverein teil, und zwar war er auf der 299. Kunstausstellung,16.11.-16.12.1900 mit den Gemälden“ An der Ilm“ und „ Abend im Wald“ vertreten.

306. Kunstausstellung vom 16.11 – 15.12. 1902 mit den Gemälden „ Fischerhütte“, „ Fischergarten“, “Dorffrühling“.

303. Kunstausstellung, 16.2.-16.3.1902 mit den Gemälden „Morgen in der Nordsee“, “Ozeanstimmung“, „Abend im Moor“,“ Nebelnacht im Moor“,“ Herbstabend“, Torfstich“,“ Nach dem Gewitter im Osternburger Moor“,„Frühlingsmorgen im Wald“.

307. Kunstausstellung, 25.2.-30.2.1903 mit den Gemälden „ ImBaumweg“, „ Das Riff“,

24.4.1904 – 27.4.1904 Ausstellung zur Feier des 100jährigenBestehens der Großherzoglichen Gemäldesammlung zu Oldenburg mit den Gemälden „Schweigen im Herbst“, „Sturzwelle“.

311 Kunstausstellung, 16.11.-15.12.1904 mit den Gemälden „Mühlbach im Frühling“ „Neuenburger Urwald“.

310 Kunstausstellung, 17.2.1904 – 17.3.1904 mit den Gemälden„ Neuenburger Urwald“,  „ Schweigen im Herbst“,„ Sommerabend in Neuenburg“, „Straße in einem Bornholmer Fischerdorf“ sowie 14 Zeichnungen.

316. Kunstausstellung, 26.11.1905 – 17.12.1905 mit den Gemälden „ Ideale Landschaft“ sowie „ Moorlandschaft“.

316. Kunstausstellung, 18.2.-12.3.1905 mit den Gemälden“ Studie in Thüringen“ sowie  „ Heidegrab“.

320. Kunstausstellung , 21.2.-21.3.1907 mit den Gemälden „Thüringer Landschaft“,“ Garten im Frühling“, „ Haus am Tümpel“,“ Rasteder Landschaft im Sommer“.

320. Kunstausstellung, 17.11.-15.12.1907 mit den Gemälden „Gehöft im Moor“ sowie           „Abendwolken“.

322. Kunstausstellung, 9.1.-29.1.1908 mit dem Gemälde „Sommermorgen“ sowie                  „ Schweigen im Herbst“.

 

Hugo Duphorn gilt als einer der profiliertesten und angesehensten Bakenhus - Schüler. Seine lyrisch gestimmten Landschaften verratenden Einfluss des Jugendstils.

 

 

 Quellenangaben 


 

 

Gerhard Wietek-200 Jahre Malerei im Oldenburger Land-,S.253,

Irla Duphorn-Kaiser- Hugo Duphorn-,Erinnerungen eines Oldenburger Malers,

ISBN 3-87358-126-4

Oliver Gradel – Kunstausstellungen im Oldenburger Kunstverein, 1843-1914,S. 46/47.

Biografisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg,161/162, ein Beitrag von José Kastler

 

 

Heidedore Drews


 

 

 


 


 


 


 


 


 

 

Die Malerin Heidedore Drews wurde am 28.3.1931 in Arnswalde/Neumark geboren.

1945 kam sie als Vertriebene nach Wilhelmshaven und legte dort 1950 ihr Abitur ab. Von 1951 bis 1953 absolvierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Oldenburg ein Studium mit den Schwerpunkten Musik und Kunst. Im Fach Kunst war ihr Lehrer Professor Reinhard Pfennig. Von 1954 bis 1959 setzte sie ihr Studium an den Hochschulen für bildende Künste in Hamburg und Berlin fort. Von 1956 bis 1958 war sie auch Kollegiatin am Europa-Kolleg in Hamburg,das 1958 ihre erste Einzelausstellung veranstaltete. Nach dem Künstlerischen Staatsexamen 1959 in Hamburg und dem Staatsexamen 1961 in Oldenburg wirkte Heidedore Drews von 1961 bis 1974 als Kunsterzieherin am Neuen Gymnasium in Oldenburg. Von 1974 bis 1979 unterrichtete sie am Istituto Giulia in Mailandund setzte sich bei Studienreisen intensiv mit der mediterranen Landschaft auseinander. Sie war bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1987 als Kunsterzieherin am Alten Gymnasium in Oldenburg tätig.

Seit 1979 unternahm die Malerin Studienreisen in den Mittelmeerraum und mehreren afrikanischen Ländern, nach Russland und Brasilien

Im Bund Bildender Künstler Oldenburg, in dem sie seit 1962 aktiv war, beteiligte sich die Malerin in der „ Freie Gruppe“ als auch in der „Junge Gruppe“  an Ausstellungen, unter anderem im Kunstverein Coburg, vom 26.9.- 1.11.1982, des Oldenburger Kunstvereins im Kleinen Augusteum Oldenburg vom 13.12 1970 bis 20. Januar 1971 und des BBK Oldenburg, 12.12.2.-12.3.1967 in Oldenburger Kunstverein. Es folgten seit 1968 Ausstellungen in Delmenhorst, Oldenburg und Mailand.

Weitere Ausstellungen:

Mai 1966, bbk – Freie Gruppe -, Ausstellung in den Räumendes Oldenburger Kunstvereins,

Oktober 1968, bbk – Kunst in der Haarenstrasse (Schaufenster)

Dezember 1971, bbk -Ausstellung in Varel beim Vareler Heimatverein.

Dezember 1972, Ausstellung des bbk im Kunstverein Nordenham im Rathausturm.

 Ihre Gemäldeund Aquarelle sowie Gouachen stehen dem Abstrakten Expressionismus nahe. Ihre Arbeiten wurden insgesamt in über einem dutzend Einzelausstellungen , unter anderem 1978 und 1996 im Stadtmuseum Oldenburg und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Italien und Polen präsentiert. 1984 gründete Heidedore Drews die Deutsch-Italienische Gesellschaft Oldenburg, deren Vorsitz sie bis 1989 inne hatte.

Die Malerin starb am 28.7.2004 in Oldenburg. 


 

Quellenangeben


 

Gerhard Wietek-200 Jahre Malerei im Oldenburger Land-,S.253,

Heidedore Drews, Stadtmuseum Oldenburg, Band 23, ISBN3-89598-351-9